Düsseldorf stand Kopf, als die Queen Revival Band am vergangenen Donnerstag die Bühne der Tonhalle betrat. Unter der historischen Kuppel, die einst als Planetarium erbaut wurde und heute wie ein funkelndes Sternenzelt über den Zuschauern thront, explodierte der Sound der Klassiker.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler
Düsseldorf – Gitarrenriffs, Bass und Schlagzeug verschmolzen mit der Stimme von Josch Hinder zu einer Explosion aus Musik, Licht und Emotion. Schon nach den ersten Takten war klar: Kein Zuschauer saß still, kein Herz blieb unberührt. Die Tonhalle, berühmt für ihre einzigartige Akustik, wurde an diesem Abend zum Schauplatz einer Queen-Show, die so authentisch war, dass man beinahe Freddie Mercury selbst auf der Bühne wähnte.

Josch Hinder, der stimmgewaltige Frontmann, eröffnete die Show mit der für Queen typischen Energie, als hätte Freddie Mercury selbst die Bühne betreten. Mit schwindelerregender Präzision und der unverwechselbaren Mimik brachte Hinder Klassiker wie „Crazy Little Thing Called Love“ und „Killer Queen“ auf die Bühne. Sein Outfit, originalgetreu nachgebildet, spiegelte jede Bewegung und jeden Ausdruck des Originals wider. Zusammen mit Stefan Pfeiffer, der Brian May auf den Punkt verkörperte – von der Gitarre über die Spielweise bis hin zu Haltung und Gesichtsausdruck – entstand ein Bild, das nicht nur akustisch, sondern auch visuell den Zauber der 70er und 80er Jahre ins Heute transportierte. Christoph Stowasser am Bass, Sebastian Simmich an den Keyboards und Peter Plötzer am Schlagzeug komplettierten das Ensemble, das seit Jahren in perfekter Harmonie spielt und die Songs mit einer beeindruckenden Präzision zum Leben erweckte.
Das Publikum ließ sich schon nach den ersten Takten mitreißen. Begeistertes Mitklatschen, Singen und rhythmisches Stampfen erfüllten den Saal, während der „Indoor-Sternenhimmel“ über den Köpfen in den emotionalen Höhepunkten der Songs erstrahlte. Bei „Love of My Life“ und „Who Wants to Live Forever“ schwenkten unzählige Fans ihre Lichter und verwandelten die Kuppel in ein funkelndes Meer, das die Magie der Musik spürbar machte. Die Verbindung zwischen Band und Zuhörern war greifbar, jede Nuance des Spiels, jede Gesangslinie wurde vom Publikum aufgesogen und mit Begeisterung zurückgespiegelt.

Der zweite Set legte noch einmal einen Gang zu. Mit ungebremster Energie präsentierte die Band „We Will Rock You“, und der Saal klatschte im synchronen Rhythmus, dass es einem elektrischen Puls glich. „We Are The Champions“ brachte die Zuhörer erneut zum Mitsingen, die Wände der Tonhalle vibrierend vor Euphorie. Die Band zeigte sich nicht nur musikalisch auf höchstem Niveau, sondern auch in Sachen Show: Requisiten, Gitarrenverstärker und Instrumente waren originalgetreu nachgebaut, selbst die kleinsten Details erinnerten an die legendären Auftritte von Queen.
Die Zugabe „The Show Must Go On“ war ein Höhepunkt für sich. Josch Hinder trug eine speziell nachgebildete Jacke, ein Unikat, das die Originaljacke von Freddie Mercury aus der Hot Space Tour von 1982 widerspiegelt. Mit ihren bunten Seidenpfeilen und dem aufwendigen Design wurde sie zum glitzernden Mittelpunkt auf der Bühne, während Hinder die letzten Töne mit ungebrochener Leidenschaft in die Tonhalle trug.

Schon beim Verlassen der Bühne war klar: Die Queen Revival Band hatte den Zauber der britischen Rocklegenden eingefangen und in die Gegenwart transportiert. Stunden purer Queen-Sound, durchdrungen von Emotion, Perfektion und spektakulärer Bühnenpräsenz, hinterließen ein Publikum, das noch lange nach dem letzten Akkord summte, klatschte und strahlte. Die Tonhalle hatte sich wieder einmal in ein „Planetarium der Musik“ verwandelt, in dem jeder Stern eine Melodie und jede Bewegung eine Erinnerung an die unvergesslichen Konzerte der Vergangenheit war. Der nächste Auftritt der Queen Revival Band steht bereits fest: Am 31. Januar 2026 in der NEW Box in Mönchengladbach um 20:00 Uhr wird die Reise weitergehen, und Fans dürfen sich erneut auf eine Show voller Energie, Leidenschaft und unvergleichlicher Queen-Magie freuen. (sk)





