Viersen geht in die Stichwahl – Die Demokratie am Niederrhein ruft ein zweites Mal

Am Sonntag, 28. September, können die Bürgerinnen und Bürger in Viersen erneut ihre Stimme abgeben, denn bei der Bürgermeisterwahl vor zwei Wochen hat keiner der beiden Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht. Jetzt entscheidet sich, wer die Geschicke der Stadt in den kommenden Jahren lenken wird.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Christoph Hopp, Kandidat der CDU, konnte mit 45,70 Prozent ein beachtliches Ergebnis einfahren. Doch zum Sieg reichte es nicht, denn hierfür muss eine Mehrheit über 50 % erreicht werden. Ihm gegenüber steht Peter Schmitz von der SPD, der 25,07 Prozent der Stimmen auf sich vereinte. Ein zweiter Wahlgang wird nun zur Bühne, auf der sich beide noch einmal den Wählerinnen und Wählern stellen müssen. Das Duell verspricht Spannung: Wird Hopps Vorsprung ausreichen oder gelingt Schmitz die Mobilisierung seiner Anhänger?

Doch nicht nur im Rathaus steht eine Entscheidung an. Auch auf Kreisebene geht es in die Verlängerung. Für das Amt des Landrats treten Bennet Gielen (CDU), der 46,95 Prozent erreichte, und Annalena Rönsberg (SPD), die 20,13 Prozent holte, erneut gegeneinander an. Zwei Ämter, zwei Stichwahlen – ein Sonntag, der die politische Richtung in Viersen und im Kreis maßgeblich prägen wird.

Foto: Rheinischer Spiegel

Wer am Wahlsonntag sein Kreuzchen setzen will, braucht keine neue Benachrichtigung. Die im Vorfeld der Hauptwahl am 14. September verschickten Karten behalten ihre Gültigkeit. Wer den Zettel nicht mehr findet, muss sich nicht sorgen: Der Personalausweis oder Reisepass reicht aus, um im Wahllokal registriert zu werden. Wo genau gewählt wird, verrät der digitale Wahlraumfinder auf viersen.de – auch für den Sonderfall im Wahlbezirk 824.1, wo der Wahlraum ins Foyer des Ernst-Klusen-Saals verlegt wurde.

Die Möglichkeiten zur Briefwahl sind vielfältig. Die Öffnungszeiten der Wahldienststelle sind klar geregelt: Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, freitags bis 13 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr. Am Samstag, 27. September, gelten Sonderzeiten von 10 bis 12 Uhr, am Wahltag selbst ist die Dienststelle von 8 bis 15 Uhr ausschließlich für Notfälle geöffnet. Wer die Unterlagen lieber nach Hause bestellt, kann sie noch bis Dienstag, 23. September, 12 Uhr, online beantragen. Damit garantiert die Verwaltung, dass die Briefe rechtzeitig zugestellt werden.

Spätestens am Freitag, 26. September, um 15 Uhr, ist allerdings Schluss für reguläre Anträge. Bis dahin nimmt die Wahldienststelle Briefwahlunterlagen entgegen, danach nur noch in Ausnahmefällen. Und wer trotz Beantragung keine Unterlagen erhält oder sie verlegt, hat bis Samstagmittag, 27. September, die Möglichkeit, im Stadthaus Ersatz zu beantragen. Am Wahlsonntag selbst sind Anträge nur bei unerwarteten Härtefällen – etwa bei plötzlicher Krankheit – bis 15 Uhr möglich. Wichtig ist, dass die Wahlbriefe spätestens am 28. September um 16 Uhr in der Wahldienststelle oder einem der städtischen Briefkästen eingegangen sein müssen. Der Poststempel spielt dabei keine Rolle, entscheidend ist allein der rechtzeitige Eingang.

Neben den Wählerinnen und Wählern selbst sucht die Stadt auch tatkräftige Unterstützung: Wahlhelfende werden noch dringend gebraucht. Wer Lust hat, Demokratie praktisch mitzugestalten, kann sich per Telefon oder Mail bei der Wahldienststelle melden. Von der Ausgabe der Stimmzettel bis zur spannenden Auszählung – die Aufgaben sind vielfältig. Der Einsatz beginnt am Sonntagmorgen um 7:15 Uhr und endet erst, wenn die letzten Stimmen gezählt sind. Häufig wird der Dienst in Schichten geteilt. Für ihr Engagement erhalten Helferinnen und Helfer eine Aufwandsentschädigung: zwischen 40 und 90 Euro, je nach Funktion und Einsatzort. Die Wahldienststelle ist zu erreichen telefonisch unter 02162 101-6857 oder per E-Mail an wahldienststelle@viersen.de. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming