Ein Platz voller Leben – Der Gereonsplatz wurde zur Genussmeile

Als Herbstdeko die Tische flutete, Stimmen im Abendhimmel verschmolzen und der Duft von frischen Speisen an den Nasen der Besucher vorbeizog, wurde der sonst fast vergessene Gereonsplatz zu einem Festplatz, wie man ihn sich nur wünschen kann. Am Samstagabend lockte „Mein Platz – mein Fest!“ mehrere hundert Gäste in die Viersener Südstadt – und das mit einer besonderen Intensität, die die Besucher nicht nur satt, sondern auch glücklich machte.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler, Rita Stertz und Martin Häming

Viersen – Lange Reihen von Biertischen verwandelten den Platz in ein buntes Mosaik aus lachenden Gesichtern, selbst mitgebrachten Blumengestecken und kunstvoll drapierten Tischdecken. „Wir wollten zeigen, dass man auch mit kleinen Ideen eine große Wirkung erzielen kann“, erzählte eine Besucherin, die zusammen mit ihrem Team in der Wertung um den schönsten Tisch antrat. Die Jury belohnte die Kreativität schließlich mit einem Gutscheinpaket, das von zahlreichen lokalen Partnern gestiftet wurde.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Kulinarisch zeigte sich die Südstadt weltoffen: Ob „Zur Eisernen Hand“, „Kalte Freude“, das Sushi-Restaurant „Fujin“ oder Zhai Cuisine & Catering – jedes Team brachte seine Handschrift mit ein, und auch die kleinen Besucher kamen nicht zu kurz. Mit Pinsel und Papier entstanden bunte Kunstwerke, Bastelaktionen und Spiele sorgten für kindgerechten Trubel mitten in der Menge.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Dass das Konzept aufgegangen ist, machte schon der erste Blick über die dicht besetzten Tische deutlich. „Unser Ziel war es den Gereonsplatz zu einem Treffpunkt für alle Generationen zu machen“, betonten die Ideengeber, alles Geschäftsleute der Südstadt. „Und wenn man in so viele glückliche Gesichter schaut, weiß man, dass es funktioniert hat.“ Unterstützt wurde die Idee vom städtischen Citymanagement.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Die Südstadt-Gemeinschaft bewies an diesem Abend, dass ein Platz mehr sein kann als nur graues Pflaster und Fassaden – nämlich ein Ort, der mit Leben gefüllt wird. Wer durch die Reihen schlenderte, konnte spüren, wie eng Nachbarschaft, Gastronomie und Kultur hier miteinander verwoben sind. Nun bleibt zu hoffen, dass der Gereonsplatz nicht wieder in einen tiefen Schlaf fällt, denn das Herz der Südstadt hat viel mehr verdient. (sk)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz