Viersen nimmt neun unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge auf

Um das Jugendamt Bochum zu entlasten, wird die Stadt Viersen weitere unbegleitet, minderjährige Flüchtlinge aufnehmen.

Viersen – Wie der Viersener Sozialdezernent Ertunç Deniz in dieser Woche mitteilte, wird die Stadt Viersen in Kürze freiwillig neun unbegleitete, minderjährige Ausländer (umA) aufnehmen, um das Jugendamt Bochum zu entlasten, die keine Unterbringungsmöglichkeiten mehr haben.

„Aktuell befinden sich die Minderjährigen noch in der Landeserstaufnahme (LEA) in Bochum“, so Deniz. „Vereinzelt reisen minderjährige Flüchtlinge allein, das heißt ohne Begleitung durch die Eltern, in Deutschland ein. Sie kommen aus Krisen- und Armutsgebieten der gesamten Welt. Der Anlass und die Hintergründe ihrer Flucht differieren je nach politischer und ökonomischer Lage im Heimatland.“ Für die Flüchtlinge wird die Stadt Viersen eine weitere Wohngruppe eröffnen.

In den vergangenen Monaten ist die Zahl unerlaubter Einreisen nach Deutschland weiter gestiegen. Seit Jahresbeginn bis einschließlich 31. Oktober 2022 stellte die Bundespolizei 71.011 Personen bei der unerlaubten Einreise nach Deutschland fest. Im Gesamtjahr 2021 waren es 57.637 Feststellungen. Über die deutsch-polnische Grenze waren rund 12.000 Einreisen zu verzeichnen, über die deutsch-tschechische Grenze rund 15.000 und über die Grenze nach Österreich alleine 6.000 Einreisen. Hierunter fallen keine Ukrainer, die legal einreisen dürfen. Im Vergleich zum September 2021 (6.101 Einreisen) stieg die Zahl der Einreisen im September 2022 auf 12.701. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel

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