Viersener Übernachtungsstelle – Offen für Menschen ohne Obdach

Die Tage werden kürzer, langsam aber sicher kehrt der Herbst ein. Für Menschen ohne Wohnung oder für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, stehen in Viersen nicht nur währen der kalten Jahreszeit verschiedene Hilfsangebote zur Verfügung.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Bereits seit einigen Jahrzehnten bietet die Viersener SKM-Fachberatungsstelle für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten eine Hilfestellung für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, ihre Wohnung verloren haben, notdürftig bei Verwandten oder Bekannten wohnen, in schlechten Wohnverhältnissen leben, sich in Obdachlosenunterkünften aufhalten, auf der Straße übernachten oder aus einem Freiheitentzug entlassen wurden. 2019 war das Angebot aus den Räumen nahe der Josefskirche ausgezogen und hat eine neue Bleibe an der Bahnhofstraße 41 gefunden.

Die SKM-Fachberatungsstelle für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten, Tel. 02162 32515, ist montags, mittwochs sowie freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Der SKM bietet Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten im Kreis Viersen Hilfen zur Überwindung ihrer Problemlagen. Der Zugang ist niederschwellig und kostenfrei. Die Kontaktaufnahme erfolgt entweder telefonisch oder zu den offenen Sprechstunden.

Menschen ohne Obdach steht zudem die städtische Übernachtungsstelle an der Josefstraße 1 zur Verfügung. Auf rund 300 qm bieten die Räume einen Bereich für Frauen und einen Bereich für Männer, bis zu vierzig Personen können aufgenommen werden – ergänzt wird das Angebot von einem barrierefreien Bereich. Wenn möglich wird versucht die Übernachtungsgäste in ein möglichst reguläres Mietverhältnis zu begleiten.

„Derzeit übernachten zwei Personen in der Übernachtungsstelle“, so ein Sprecher der Stadt Viersen auf Anfrage. „Die Zahl der Übernachtungen in der städtischen Übernachtungsstelle an der Josefstraße schwankt generell über die Jahre. Ein Zusammenhang zwischen sinkenden oder steigenden Zahlen und der Corona-Pandemie lässt sich nicht erkennen.“ Familien werden zudem eher in externen Wohnmöglichkeiten untergebracht. Nachts ist ein Hausmeister in der städtischen Übernachtungsstelle vor Ort, tagsüber schauen ebenfalls Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen in dem Gebäude vorbei. Die Schlafräume selbst können tagsüber nicht begangen werden, die Gäste haben allerdings die Möglichkeit den Aufenthaltsraum sowie die Küche mit Waschmaschine und Trockner in der Notunterkunft zu nutzen. Die Aufnahme erfolgt von 20:00 Uhr bis 23:00 Uhr, Tiere sind nicht gestattet. (dt)#

Foto: Rheinischer Spiegel

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