Viersener Sommerbühne startete im Nieselregen

Donnerstagabend, Start der diesjährigen Sommerbühne auf dem Hohen Busch mit einem abwechslungsreichen Programm. Dort, wo lange die „Eier mit Speck-Bühne“ stand, reihten sich Tische und Stühle aneinander, nicht die bekannte Zeltkolonie.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen – Eine leichte Wehmütigkeit verbreitet sich mit dem Blick hoch zum Himmel und in den eigentlich dringend benötigten Nieselregen. Am Donnerstagabend startete das neue Konzept der Sommerbühne auf dem Hohen Busch, welches die bekannte Kulturbühne ablöst. Zwischen Aachener Weg und Stadion Hoher Busch verbreitete sich die besondere Atmosphäre vielfältiger Kunst, Musik, Gesang und Literatur.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Zum Start zu Gast in Viersen war das Transorient Orchestra, welches urbane und traditionelle, orientalische Klänge verband. Der Nieselregen ließ passend nach, auch wenn die Temperatur ungewohnt kühl zu den vergangenen Tagen blieb. Die Band fand sich aus Musikern und Musikerinnen mit unterschiedlichsten Wurzeln zusammen. Deutschland, Türkei, Iran … elf Solisten und Solistinnen, die gemeinsam auf der Bühne zu einer Einheit wurden. Eine klangvolle Verschmelzung ungleicher Instrumente, in die arabischer und türkischer Gesang verwebt wurde. Eine betörende Klangvielfalt, aus der manchmal ein Musiker ausscherte und gekonnt zurückfand. Westliche Harmonik, jazzige Improvisationen und fremdländische Klänge – eine Begegnung mit Bekannten und Neuem.

500 Sitzplätze umfasst der Event-Bereich, bis zu 1.500 Stehplätze stehen zur Verfügung bis zum 7. August – dann, wenn die Sommerbühne mit dem NEW-Viersen-Tag ihren krönenden Abschluss findet. Ergänzt wird die Sommerbühne bis dahin zudem durch den benachbarten Biergarten, der mittwochs bis freitags jeweils ab 17 Uhr, samstags und sonntags schon ab 14 Uhr geöffnet ist. (ea)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming