Wenn Schützen Wurzeln schlagen – Die grüne Kette der Baumpflanz-Challenge wächst in Viersen

Mit Spaten, Handschuhen und einem kräftigen Ruck an dem jungen Faulbaum begann für die St. Hubertus-Bruderschaft Viersen-Oberbeberich 1893 e. V. ein neuer Abschnitt ihrer Vereinsgeschichte. Wo sonst Fahnen, Musik und Schützenfeste den Ton angeben, hallte das rhythmische Schlagen von Spaten in frischer Erde durch die Luft. Grund dafür: die Baumpflanz-Challenge, die immer mehr Vereine in Bewegung bringt – diesmal ausgehend vom Musikverein 1951 Herongen e. V.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Die Regeln dieser Aktion sind so einfach wie wirkungsvoll: Wer nominiert wird hat eine kurze Frist um einen Baum zu pflanzen – und nominiert anschließend selbst weitere Vereine. So pflanzen sich Hoffnung, Engagement und Lebensfreude von Gruppe zu Gruppe weiter. Genau das geschah nun in Oberbeberich: Vor dem Vereinsheim der St. Hubertus-Bruderschaft Viersen-Oberbeberich 1893 e. V. fand ein neuer Baum seine Heimat, fest verankert im Boden und symbolisch verwurzelt mit der Gemeinschaft.

Doch das Kapitel endet hier nicht. Mit Blick nach vorn rief die Bruderschaft nun die nächsten Herausgeforderten auf den Plan: die St. Remigius-Bruderschaft Unterbeberich, das Bundesschützen-Tambourcorps „Mit Vereinten Kräften“ Wickrath e. V. sowie die St. Peter und Paul-Bruderschaft Bockert. Drei Vereine, drei neue Chancen, dass wieder Erde aufbricht und junge Bäume Wurzeln schlagen können.

Die Idee der Baumpflanz-Challenge, die weit über die Grenzen von Viersen hinaus verbreitet ist, verbindet Umweltbewusstsein mit Gemeinschaftsgeist. Sie zeigt wie einfach es sein kann mit symbolischen Gesten echte Veränderungen zu schaffen. Jeder Baum, der gepflanzt wird, verbessert nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Luftqualität, spendet Schatten für kommende Generationen und erzählt eine Geschichte vom Zusammenhalt. Ein Projekt also, das nicht nur ökologisch Sinn ergibt, sondern auch auf eine alte Tradition des Schützenwesens verweist: füreinander einzustehen, das Gemeinwohl zu stärken und mit Freude in der Gemeinschaft zu handeln. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel