Ein tragischer Unfall hat sich am gestrigen Donnerstagnachmittag (21. August) am Bahnübergang Grenzweg an der Stadtgrenze zwischen Willich und Viersen ereignet. Ein 65-jähriger Mann aus Viersen wurde dabei tödlich verletzt, nachdem er von einem durchfahrenden Personenzug erfasst wurde.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen
Willich/Viersen – Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei wollte der Mann gegen 16.20 Uhr den Bahnübergang überqueren. Er war mit seinem Fahrrad unterwegs, schob dieses jedoch über die Gleise. Aus noch ungeklärter Ursache trat er auf den Übergang, obwohl die Halbschranken bereits geschlossen waren und die Lichtzeichenanlage Rotlicht zeigte. In diesem Moment näherte sich aus Richtung Viersen ein Personenzug, der den Radfahrer erfasste. Für den 65-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.
Der Lokführer erlitt einen Schock und musste vor Ort von Notfallseelsorgern betreut werden. Fahrgäste des betroffenen Zuges blieben körperlich unverletzt, mussten den Zug jedoch verlassen und wurden durch Einsatzkräfte der Bundespolizei sowie der Feuerwehr aus dem Zug geführt. Für die Weiterfahrt wurde ein Bustransfer organisiert.
Zur genauen Klärung des Unfallhergangs wurde das Unfallaufnahmeteam der Polizei Kleve hinzugezogen. Die Strecke musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden, was zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr führte.
Besonders tragisch: Am selben Bahnübergang hatte sich erst am 25. Juni dieses Jahres ein ähnliches Unglück ereignet. Damals wurde eine 88-jährige Seniorin tödlich verletzt, als sie die Gleise überqueren wollte.
Der Bahnübergang am Grenzweg ist mit Halbschranken und einer Lichtzeichenanlage gesichert. Warum der 65-jährige Viersener die Absperrung missachtete, ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (dt)





