Willkommen in der „Essbaren Stadt Süchteln“

Paris, New York, Havanna, Chicago, Köln und Süchteln haben etwas gemeinsam, sie sind „Essbare Städte“. Bei diesem Projekt werden Lebensmittel für Mensch und Tier in der Stadt und im urbanen Raum gepflanzt. Initiiert von der Königsburg Süchteln halfen nun Pflanzpaten bei den ersten Arbeiten in der Süchtelner Innenstadt.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen-Süchteln – In einer „Essbaren Stadt“ können die Bewohner nicht nur selbst Lebensmittel anbauen, jeder ist zudem eingeladen zu ernten, wenn Gemüse und Kräuter sich in passender Größe entfaltet haben. Was auf der ganzen Welt mittlerweile zahlreich im urbanen Raum angekommen ist, hat nun auch einen Platz in Süchteln gefunden. Aufgerufen zum Pflanzen hatte die Königsburg Süchteln gemeinsam mit dem Süchteln Büro, finanziert wird die grüne Innenstadt durch den Verfügungsfonds.

Nachdem der Frühling nun hoffentlich endlich Einzug hält, startete am Freitagmittag die erste Pflanzaktion, für die sich im Vorfeld Pflanzpaten melden konnten. Junge und Ältere waren dem Aufruf gefolgt, darunter Teilnehmer, die ebenfalls bei Fridays for Future aktiv sind. Zum Start hatte die Bau- und Möbelschreinerei Roland Ehlen zehn holzverkleidete Pflanzgefäße für fünf Stellen in der Innenstadt auf dem Lindenplatz sowie der Tönisvorster Straße aufgestellt und passende bunte Menschen dafür gefertigt.

Was beim Befüllen mit Granulat und Pflanzerde zu beachten ist, darüber informierte fachmännisch Marc Friedrichs, der zukünftige Geschäftsführer der Firma Garten- und Landschaftsbau Roosen, die neben der Pflanzerde auch die passenden Gemüsesorten und Kräuter lieferte.
Die Pflanzpaten werden zudem in den kommenden Monaten die Pflege der Minigärten übernehmen. Ernten darf zur Reifezeit dann sogar jeder der möchte. Eine Tomate, ein paar Radieschen oder passende Kräuter für das Mittagessen, bei dieser Vielfalt findet sicherlich jeder einen köstlichen Snack aus der Natur. (ea)

Paris, New York, Havanna, Chicago, Köln und Süchteln haben etwas gemeinsam, sie sind „Essbare Städte“. Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz