Zu viele „Vertriebene“ von der Insel Sylt – Viersen bereitet Notbetten vor

Mittlerweile wurden über sieben Millionen 9-Euro-Tickets verkauft. Die Züge sind überfüllt und die Sylter Strände nicht mehr erholsam, weshalb viele der Einheimischen Ruhe suchen. Nachdem zu Beginn dieser Woche rund hundert „Sylter-Heimatvertriebene“ mit dem Billigticket in Viersen angekommen sind, bereiten die Behörden nun Notbetten in der ehemaligen Pestalozzischule vor. 
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Ist es nun mit der Ruhe in Viersen vorbei? Überraschend hat Viersen am heutigen Dienstag 96 „Sylter-Heimatvertriebene“ aufgenommen. Diese hatten nach dem Pfingstwochenende sowie dem Ansturm durch das 9-Euro-Ticket ihre Koffer gepackt und waren in den Zug nach Viersen gestiegen. Laut Nachfrage bei der Verwaltung müssen diese nun untergebracht werden. Hierzu greift die Behörde auf die bereits vorbereitete ehemalige Hauptschule am Pestalozziweg zurück, die bereits mit Notbetten aus dem ehemaligen, unterirdischen Notkrankenhaus ausgestattet worden war.

Für die Sylter, von denen aktuell weitere „Urlauber“ in Viersen erwartet werden, war die Entscheidung schnell getroffen. „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint“, so Werner Sandstrand (56) zur Entscheidung der Bundesregierung. „Er war ein totales Debakel, als am Wochenende die vollen Züge bei uns hielten.“ Um Ruhe zu finden, griffen die Sylter deshalb selbst zum 9-Euro-Ticket.

Für die Viersener selbst sind die Neuankömmlinge eine willkommene Abwechslung und einige Geschäfte reagieren schnell. Auf der Hauptstraße werden neben Döner nun auch Fischbrötchen und Friesentorte angeboten. „An dem Deichlamm arbeiten wir noch“, sagt Inhaber Ali Babwa. In den Biergärten haben die Gastronomen zudem weitere Bänke und Tische aufgestellt. Man mache sich keine Sorgen über die Welle der Neuankömmlinge, Würstchen op Vierscher Art gäbe es genug – jetzt fehlen nur noch die Sylter. (S. A. Tire/dt)


Achtung Satire! Geneigter Leser, Sie haben völlig Recht, dieser Bericht stammt aus dem Land der journalistischen Fantasie. Unsere 2018 gegründete Reihe „Pocke – Ihr Satiremagazin“ soll Ihnen auch heute wieder ein Schmunzeln zaubern und wenn wir das geschafft haben, dann haben wir unser Ziel erreicht. Ihr Pocke-Redakteur Dietmar Thelen

Die ersten Betten für die Neuankömmlinge aus Sylt wurden bereits vorbereitet. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

2 Kommentare

  1. Wer weiß? So mancher Sylter hat vielleicht tatsächlich an Flucht gedacht….
    Danke Herr Thiel, einfach zum Kringeln!
    🤣🤣🤣🤣👍👍👍

  2. Diese Neuankömmlinge sind heute überall zu sehen. Bin fast jeden 2 Tag irgendwo anders, ständige Reisende mit dem 9 Euro Ticket zu finden. Alle finden es toll. Trägt zu unsere schweren Wirtschaftslage der letzten 2 Jahre bei wieder hoch zu kommen. Da stehen wieder Ziele vor einem und lässt einem wieder lachen. Kann so ruhig weiter gehen. Der Dank kommt allen später.

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