33-Jähriger aus Viersen wegen Totschlags seiner Mutter angeklagt

Vor der 7. Großen Strafkammer des Landgerichts Mönchengladbach, die als Schwurgericht verhandelt, beginnt am 5. März der Prozess gegen einen 33 Jahre alten Mann aus Viersen. Dem im August 1992 geborenen Moritz W. werden Totschlag und Diebstahl zur Last gelegt.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen/Mönchengladbach – Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll sich der Angeklagte im Oktober 2025 zur Wohnung seiner Mutter in Viersen begeben haben. Dort habe er ihr mit einem Cuttermesser mehrere Schnittverletzungen an Kopf, Hals und Händen zugefügt. Zudem soll er den rechten Ellbogen der Frau mit erheblicher Gewalt derart verdreht haben, dass im Oberarm Muskeln und Sehnen rissen. Schließlich sei es infolge stumpfer Gewalteinwirkung gegen den Hals zum Ersticken der Geschädigten gekommen.

Die Anklage geht davon aus, dass der Beschuldigte nach der Tat die Wohnung verließ und aus Nordrhein-Westfalen floh. Seine Spur führte nach Bayern: In der unterfränkischen Gemeinde Himmelstadt soll er in eine Filiale der Supermarktkette Norma eingebrochen sein. Dabei habe er gewaltsam die Eingangstür geöffnet und einen Schaden von rund 5000 Euro verursacht. Unter den entwendeten Waren soll sich auch Wodka befunden haben, den er noch vor Ort konsumiert habe. Wenig später sei der Angeklagte im nahegelegenen Karlstadt festgenommen worden.

Die Verteidigung wird durch Rechtsanwalt Mathias Bradler aus Heinsberg geführt. Die Nebenklage vertritt Rechtsanwältin Marie Lingnau aus Mönchengladbach. Für das Verfahren sind zunächst mehrere Fortsetzungstermine bis Ende April angesetzt. Das Schwurgericht verhandelt am 12. und 23. März sowie am 26. März und am 16. und 30. April weiter (Az. 27 Ks 10/25). (dt)