Mit kräftigem Tritt in die Pedale hat Friedhelm „Frico“ Leven aus Brüggen seine Benefiets-Tour 2025 zugunsten von Projekten in Burundi gestartet. In elf Tagen will er auf dem Europaradweg R1 von der niederländischen Grenze bis nach Polen fahren – insgesamt 1.111 Kilometer quer durch Deutschland.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker
Brüggen – Nach den ersten beiden Etappen von Brüggen über Bocholt nach Münster hat Leven bereits 200 Kilometer geschafft. „Ich bin angekommen in Münster, meinem zweiten Aufenthaltsort. Über Venlo und Bocholt habe ich den Europaradweg R1 erreicht. Natürlich spüre ich Wind und Wetter, viel Sonne, den Sattel und überhaupt alles… Aber: Ich darf die Landschaft genießen, bin gesund und freue mich auf die Herausforderung“, berichtet er unterwegs per E-Mail. Doch die Tour hat für ihn weit mehr als sportlichen Charakter – sie ist ein Solidaritätsprojekt für die Menschen in Burundi, einem der ärmsten Länder der Welt.
Während Leven auf seiner Tour die Natur, das Wetter und den Sattel genießt, kämpfen viele Menschen in Burundi täglich ums Überleben. Die Inflation treibt die Preise für Grundnahrungsmittel in die Höhe, Stürme zerstören Häuser und Ernten. Ein wichtiges Transportmittel ist dort das Lastenrad, mit dem Waren vom Feld in die Städte gebracht werden. Leven kennt Burundi aus zahlreichen Aufenthalten. Trotz schwieriger Lebensbedingungen hat er dort große Freundlichkeit, Zufriedenheit und Gemeinschaft erlebt. „Viele Familien wissen nicht, ob sie am nächsten Tag genügend zu essen haben werden“, so Leven. Die geplante Route führt von Brüggen über Münster, Goslar und Berlin bis nach Kostrzyn an der polnischen Grenze.
Die Etappen:
- Brüggen – Swalmen (NL) – Bocholt
- Bocholt – Münster
- Münster – Rhede
- Rhede – Detmold
- Detmold – Stadtallendorf
- Stadtallendorf – Goslar
- Goslar – Quedlinburg
- Quedlinburg – Dessau
- Dessau – Bad Belzig
- Bad Belzig – Berlin
- Berlin – Kostrzyn/Oder (PL) – Küstrin
Mit seiner Benefiets-Tour sammelt Leven Spenden für Projekte der Vereine Burundi-Hilfe e.V. und Oase des Friedens e.V.. Bereits 10 Cent pro gefahrenem Kilometer – 111 Euro für die gesamte Tour – sichern einem Kind in Burundi den Lebensunterhalt für einen Monat. 360 Euro finanzieren einen Heimplatz für ein Jahr.
Die Burundi-Hilfe e.V. unterstützt seit 18 Jahren Menschen in Burundi, insbesondere Kinder in Heimen und Schulprojekten in Bujumbura, Muramvya und Gitega. Die Oase des Friedens e.V. engagiert sich seit 30 Jahren für Menschen mit Behinderungen und betreibt das „Zachäus-Haus“ in Gitega.
Spendenkonto Burundi-Hilfe e.V.:
Sparkasse Krefeld
IBAN: DE72 3205 0000 0001 0704 08
Stichwort: „Fietstour25“
„Möge der westfälische Frieden als Beispiel für ein friedliches und gerechteres Miteinander in unserer Welt dienen“, wünscht sich Leven zum Auftakt seiner Tour. (nb)





