Schon lange vor Konzertbeginn lag eine elektrisierende Erwartung in der warmen Sommerluft des Aachener Kurparks. Zwischen Lichterketten, Picknickdecken und dem festlich illuminierten Grün warteten tausende Fans auf den Mann, der seit über zwanzig Jahren die Pop- und Rockwelt prägt: Rea Garvey. Und er enttäuschte nicht.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz
Kunst & Kultur – Mit seiner unverwechselbaren Mischung aus charismatischem Charme und emotionaler Intensität eröffnete Garvey das Kurpark Classix-Wochenende fulminant. Unterstützt von einer kraftvollen Band, schuf er eine Atmosphäre, die zwischen Gänsehautmomenten und ausgelassener Euphorie schwebte. Ob hymnenhafte Hits wie “Free Like the Ocean” oder sanft leuchtende Balladen – jede Nummer schien ein Versprechen einzulösen: Musik als verbindende Kraft. Ein Mix der größten Hits seines aktuellen Albums HALO und legendären Klassikern seiner Solo-Karriere.

Schon der erste Akkord riss das Publikum von den Sitzen. „Aachen, let’s light up the night!“ rief Garvey in den Abendhimmel – und die Menge antwortete mit tosendem Jubel. Spätestens bei Klassikern seiner Solo-Karriere, die von Generation zu Generation mitgesungen werden, war das Open-Air-Gelände an der Monheimsallee ein einziges großes Chorensemble.
Neben den mitreißenden Songs glänzte Garvey vor allem mit Nähe. Er plauderte, lachte, erzählte von seinen Inspirationen – und gab den Menschen das Gefühl, Teil eines gemeinsamen Moments zu sein. „HALO ist das Licht, das wir zusammen erschaffen“, erklärte er mit leuchtenden Augen. Dieser Gedanke durchzog den gesamten Abend: ein Wechselspiel aus Energie, Vertrauen und Hoffnung, das in der warmen Sommernacht wie ein unsichtbarer Schimmer über dem Kurpark lag.
Auch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Schirmherrin der Kurpark Classix, zeigte sich begeistert: Musik ohne Schwellenängste, nahbar und groß zugleich – genau dafür stehen die Classix. Und Rea Garvey, der gebürtige Ire mit Wahlheimat Deutschland, verkörperte diese Idee in Perfektion.
Als nach über zwei Stunden der letzte Ton verklang, hielt das Publikum die Handys mit leuchtenden Displays in den Himmel – wie kleine Halos im Dunkeln. Ein Konzert, das Herzen berührte, Seelen erhellte und gleichzeitig pure Lebensfreude schenkte. (cs)





