Fachärzte informierten am 11. Oktober über Früherkennung, Risikofaktoren und Therapieansätze. Minto übergab Spendencheck in Höhe von 1.000 Euro.
Mönchengladbach – Das Minto wurde am 11. Oktober zum Forum für Brustkrebsprävention und psychische Gesundheit: Fachärzte des Brustzentrums Niederrhein im Ev. Krankenhaus Bethesda Mönchengladbach und des Mammographie Screening Zentrums für die Regionen Krefeld, Mönchengladbach und Viersen gaben Einblicke in Früherkennung, Risikomanagement und Therapiemöglichkeiten. Eine Podiumsdiskussion des Gemeindepsychiatrischen Verbunds (GPV) widmete sich zudem den mentalen Belastungen einer Brustkrebsdiagnose und dem Umgang mit psychischen Krankheiten. Das Minto engagierte sich mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro für den Freundeskreis Bethesda e.V.
Sarah Kobs, 28 , erfuhr mit 24 Jahren, dass sie Trägerin der BRCA1-Mutation ist – einer genetischen Veränderung, die das Risiko für Brustkrebs deutlich erhöht. Die junge Frau weiß genau, wie viele Unsicherheiten und Ängste mit einer solchen Diagnose verbunden sind. Im Experten-Talk im Minto sprach sie offen über ihren Umgang mit dieser Erkenntnis und die Auswirkungen auf ihr Leben. Sie erzählte von der emotionalen Belastung, die Angst vor der Krankheit und wie sie ihren Weg durch die schwierigen Entscheidungen fand. Dabei stellte sie auch ihr Buch „Zwischen DNA und Schicksal“ vor, mit dem sie Betroffenen Mut machen und Perspektiven aufzeigen möchte.
Neben der persönlichen Perspektive bot der Experten-Talk auch fundiertes Fachwissen: So sprach Dr. med. Peter Liersch, Leiter des Mammographie Screening Zentrums für die Regionen Krefeld, Mönchengladbach und Viersen, über die Bedeutung der Früherkennung und verdeutlichte, warum regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ein zentraler Bestandteil der Brustkrebsprävention sind. Danach gab Prof. Dr. med. Oleg Gluz, Chefarzt des Brustzentrums Niederrhein im Ev. Krankenhaus Bethesda, einen Überblick über die Risikofaktoren, die das Brustkrebsrisiko beeinflussen, von familiären Belastungen bis hin zu umweltbedingten Faktoren. Zum Schluss stellte Dr. med. Iris Scheffen, Oberärztin am Brustzentrum Niederrhein, verschiedene Therapiemöglichkeiten vor, die in der modernen Brustkrebsbehandlung zum Einsatz kommen. Sie gab den Zuhörern Einblicke in neue Behandlungsansätze, die vielen Patientinnen neue Perspektiven eröffnen.
Neben den körperlichen Herausforderungen einer Brustkrebsdiagnose spielt auch die psychische Gesundheit eine entscheidende Rolle im Heilungsprozess. In der anschließenden Podiumsdiskussion des Gemeindepsychiatrischen Verbunds (GPV) sprachen Experten und Betroffene unter anderem über die psychischen Auswirkungen einer Krebsdiagnose und gaben wichtige Hinweise, wie diese Belastungen bewältigt werden können.
Damit aus Wissen und Austausch konkrete Hilfe wird, stellte das Programm außerdem Projekte vor, die Betroffene ganz praktisch unterstützen – vom Krankenhaus bis ins Familienleben. Vertreterinnen präsentierten die Aktion Herzkissen, bei der Ehrenamtliche herzförmige Kissen nähen, die nach Brustoperationen den Druck unter der Achsel lindern und in Krankenhäusern an Betroffene verschenkt werden. In einem Interview berichtete die Organisation Feelimons über ihre wichtige Arbeit mit Kindern krebskranker Eltern – und unterstrich, wie essenziell es ist, auch die psychische Gesundheit von Familienangehörigen zu stärken. Als Zeichen der Verbundenheit mit den regionalen Hilfsangeboten übergab das Minto einen Spendencheck in Höhe von 1.000 Euro an den Freundeskreis Bethesda e.V. (opm)





