CDU-Stadtverband Viersen legt Fokus auf Sicherheit, Sauberkeit und Stadtentwicklung

Beim Parteitag des CDU-Stadtverbands Viersen standen am Montag Neuwahlen für die kommende Wahlperiode im Mittelpunkt. Vorsitzender Sebastian Achten sprach dabei die Weiterentwicklung der Stadt Viersen als Wirtschafts- und Lebensstandort ebenso an, wie mehr Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum oder wie Politik unmittelbar erfahrbar gemacht werden kann. Mit einer klaren Generationenstrategie, frischen Ideen und bewährter Erfahrung will die CDU Viersen die Lebensqualität vor Ort steigern und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger konsequent umsetzen.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Leo Dillikrath

Viersen-Dülken – Der CDU-Stadtverband Viersen hat am Montag im Dülkener Bürgerhaus seinen Vorstand neu gewählt und damit einen wichtigen Schritt für die kommenden Jahre vollzogen. Die Mitgliederversammlung fand vor dem Hintergrund der erfolgreichen Kommunalwahl statt, die der Partei sowohl im Stadtrat als auch im Kreis außergewöhnliche Ergebnisse beschert hatte. Entsprechend deutlich wurde die Stimmung im Saal: Stolz auf das Erreichte, aber zugleich entschlossen, den erteilten Auftrag der Bürgerinnen und Bürger mit neuer Energie aufzunehmen.

Die Wahlleitung übernahm an diesem Abend in Dülken der nordrhein-westfälische Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk, der die Versammlung mit einem Bericht über das Investitionsprogramm des Landes für die Kommunen eröffnete. Seine Ausführungen, die von finanziellen Perspektiven bis hin zu langfristigen Förderinstrumenten reichten, wurden von den Delegierten aufmerksam aufgenommen.

Mit einem klaren Ergebnis wurde Sebastian Achten im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Seit 2017 steht er an der Spitze des Stadtverbands, den er nach eigenen Worten in einer schwierigen Phase übernommen hatte. In seiner ausführlichen Rede erinnerte Achten daran, dass der Verband damals sowohl politisch als auch organisatorisch vor großen Herausforderungen stand. Aus Enttäuschung über verlorene Bürgermeisterwahlen und interne Zerwürfnisse habe die CDU Viersen sich Stück für Stück herausarbeiten müssen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

Achten nutzte den Bericht, um deutliche Linien zu ziehen: Die vollständige Erneuerung der Partei, die Wiedervereinigung der verschiedenen Strömungen und der konsequente Fokus auf Modernisierung hätten letztlich den Weg bereitet, der 2025 zu einem historischen Wahlergebnis führte. Besonders hob er hervor, dass die CDU alle 25 Ratsbezirke sowie sämtliche Kreistagsbezirke gewonnen habe – ein Resultat, das in der jüngeren Geschichte des Stadtverbands einzigartig ist. Die Fraktion wurde personell stark verjüngt und durch politische Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger erweitert.

Einen wesentlichen Schwerpunkt setzte Achten auf die veränderte Führungsstruktur innerhalb der Fraktion. Mit Stephan Seidel übernahm ein neuer Fraktionsvorsitzender das Steuer, der bereits im Wahlkampf mit außerordentlichem Einsatz aufgefallen war. Dass dieser Generationenwechsel möglich wurde, sei nicht zuletzt dem bisherigen Vorsitzenden Stephan Sillekens zu verdanken, der die Erneuerung aktiv gefördert habe. Achten bedankte sich in diesem Zusammenhang ebenfalls bei den ausgeschiedenen Ratsmitgliedern für ihre langjährige Arbeit.

Besonders emotional wurde es, als der Parteivorsitzende auf die Rückkehr der CDU ins Bürgermeisteramt einging. Zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren wird die Stadt wieder von einem CDU-Politiker geführt: Christoph Hopp, der mit einem starken Ergebnis gewählt wurde. Achten erinnerte an die zahlreichen Aktionen im Wahlkampf – von Haustürbesuchen über Radtouren bis hin zu morgendlichen Bahnhofsaktionen –, die maßgeblich zum Erfolg beigetragen hätten. Die Wahl Hoppes sei zugleich ein Auftrag, den Wunsch nach Verlässlichkeit, Stabilität und Veränderung in konkrete Politik umzusetzen.

Auch auf Kreisebene konnte die CDU ein wichtiges Amt gewinnen: Mit Bennet Gielen stellt sie den neuen Landrat, der Sicherheit, Sauberkeit und wirtschaftliche Entwicklung zu seinen Hauptprioritäten erklärt hat. Diese politische Achse zwischen Stadt und Kreis, so Achten, biete große Chancen für eine abgestimmte Weiterentwicklung der Region.

Trotz aller Erfolge sprach der Vorsitzende deutlich aus, dass die Erwartungen hoch seien. Viersen stehe vor Aufgaben, die klar benannt wurden: eine moderne Standortentwicklung, bessere Ordnung und Sauberkeit im Stadtbild, mehr Sicherheit an öffentlichen Plätzen sowie ein politischer Stil, der vor Ort sichtbar wird und die Lebensqualität der Menschen messbar verbessert. Achten betonte, dass die CDU das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler nur durch konsequentes Handeln rechtfertigen könne. Seine erneute Kandidatur als Vorsitzender begründete er mit dem Wunsch, diesen Kurs weiterzuführen.

Die Mitglieder folgten seiner Bitte und bestätigten ihn mit einem starken Votum. Ebenso wurden zahlreiche weitere Positionen gewählt. Neue stellvertretende Vorsitzende sind Simone Gartz, Dr. Henriette Gehse und Friederike Schmidt. Die Geschäftsführung übernimmt künftig Clara Vahle, während Volker Rose das Amt des Schatzmeisters verantwortet. Bastian Dückers wurde zum Mitgliederbeauftragten gewählt. Als Beisitzerinnen und Beisitzer unterstützen künftig Furkan Er, Doris Erens, Sarah Feldmann, Jürgen Kalina, Sven Minth, Bärbel Rohwer, Niklas Vath und Uwe van de Venn die Vorstandsarbeit. Mit diesem breiten und jungen Team geht der CDU-Stadtverband nun in die neue Wahlperiode – getragen von einem außergewöhnlichen Wahlergebnis, aber auch dem Wissen, dass politische Verantwortung erst dann beginnt, wenn der Applaus verklungen ist. (sk)

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath