Comics, Spielzeugautos & Co.: Und alles von dem man nicht wusste, dass man es brauchte

Beim diesjährigen Kinder- und Jugendtrödelmarkt war es mittags so voll, dass die Nachwuchströdler jede Menge zu tun hatten. Doch es hieß früh aufbauen, denn die besten Plätze waren schnell vergeben.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Bereits früh am Morgen hatten die ersten Teilnehmer ihre Tische aufgebaut und ihre Decken ausgebreitet. Auch in diesem Jahr lockte der jährliche Kinder- und Jugendtrödelmarkt wieder in die Viersener Innenstadt. Früh aufgestanden waren mit ihnen die ersten Schnäppchenjäger, die schon kurz nach Aufbau an den Ständen stöberten, wo der eine oder andere kleine Verkäufer noch eine Stunde in Mamas Armen kuschelte. Mindestens sechs und maximal siebzehn Jahre alt durften die Anbieter sein, die ganz unterschiedliche Waren aufgebaut hatten. Spielzeug, Anziehsachen oder Dekoartikel die Keller, Dachböden und vor allen Dingen Kinderzimmer waren aussortiert worden für diesen Tag.

„Für mich nicht zu verstehen, dass dieser Tag wieder gleichzeitig mit dem Dülkener Kinderfest stattfindet, genauso wie vor zwei Jahren“, so Michaela Schmitz, die mit ihrer Tochter bereits seit einigen Jahren beim Trödel in Viersen dabei ist. Anna (11) füllt mit den Erlösen ihre Taschengeldbörse auf und trennt sich deshalb gerne in jedem Jahr von dem einen oder anderen Lieblingsstück.

„Heute wird sie zum ersten Mal unterstützt von ihrem kleinen Bruder“, lacht Mama Schmitz und nimmt ihren siebenjährigen Sohn in den Arm. Peinlich, weshalb er sich schnell versucht zu lösen und die Wangen erröten. Doch die Kinder sind enttäuscht. „Es ist schade, dass hier nicht nachgedacht wurde als die Termine gemacht wurden.“ Sie ist nicht alleine mit ihrer Meinung. Zumindest über viele interessierte Besucher und Käufer konnten sich die Aussteller nicht bescheren bei dem seit über dreißig Jahren stattfindenden Trödel, der bei bestem Wetter tausende von Neugierigen in die Innenstadt zog. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel