Gestern zeigte sich die Berliner Höhe wieder von ihrer lebendigsten Seite: Auf der Festwiese am Bürgerbüro feierten Nachbarn, Freunde und Gäste ein Sommer- und Nachbarschaftsfest, das bunter kaum sein konnte. Bei freundlichem, trockenem Wetter füllte sich die Wiese rasch mit Familien, Kindern, Senioren und Neugierigen, die gemeinsam ein paar unbeschwerte Stunden genießen wollten.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker und Martin Häming
Viersen – Von Beginn an herrschte ausgelassene Stimmung. Für die jüngsten Besucher war der große Hüpfburg-Parcours kaum zu übertreffen: „Meine Tochter wollte gar nicht mehr runter – sie hatte rote Wangen vor lauter Lachen“, erzählte eine Anwohnerin begeistert. Wer lieber knobelte, stellte sein Können am Schätzstand unter Beweis, während die Tombola mit zahlreichen Preisen lockte. Ein Höhepunkt für viele war der Luftballonwettbewerb, bei dem Dutzende bunter Ballons in den Himmel stiegen – jeder ein kleiner Gruß der Berliner Höhe hinaus in die Welt.

Besonders staunen ließ der Auftritt des Budo-Clubs Viersen e. V. die Zuschauer: Mitreißende Bewegungen und präzise Techniken ließen die Besucher dicht an dicht am Rand der Vorführfläche stehen. „So viel Power und Disziplin, das war beeindruckend!“, schwärmte der 10-jährige Jonas, bevor er in einen großen Bubble Soccer-Ball des Spielbusses der Stadt Viersen kroch. Beim Bubble Soccer stecken Spieler in riesigen, transparenten, aufblasbaren Bällen, die den Oberkörper und Kopf schützen und es ihnen erlauben, sich gegenseitig umzustoßen, während sie versuchen, einen normalen Fußball ins Tor zu schießen.

Auch die kulinarische Seite kam nicht zu kurz. Zwischen Grillduft, kühlen Getränken und frisch gebackenem Kuchen bildeten sich lange Schlangen, und die „Kalte Freude“-Eismanufaktur erwies sich als perfekter Anlaufpunkt für alle, die nach einer Abkühlung suchten. Unter den Gästen zeigten sich zudem auch prominente Gesichter: Stefan Vander von der Sparkasse Krefeld, CDU-Ratskandidat Sven Minth sowie Hans-Willy Bouren, der nach über 50 Jahren politischer Arbeit einen seiner letzten offiziellen Besuche abstattete, mischten sich unter die Feiernden.
Während die Besucher am Abend zufrieden nach Hause gingen, denkt die Straßengemeinschaft bereits weiter: Schon bald wird St. Martin durch die Berliner Höhe ziehen – und wer das Miteinander vor Ort schätzt, weiß, dass auch dann wieder viele helfende Hände zusammenkommen werden. (nb)





