Endlich wieder Mariechenabend

Seit 1990 richtet die Volksbank Mönchengladbach einen Mariechenabend, auch für kleine Gardisten, aus. In diesem Jahr hätte diese Veranstaltung ein karnevalistisches Jubiläum feiern dürfen nämlich 33 Jahr, welches aber durch Corona leider zwei Jahre nicht stattfinden konnte.
Bericht von RS-Redakteurin Marlene Katz

Lara Gauls, Niklas Quade, Annika Schmitz

Lara und Annika bedankten sich ganz besonders bei der Volksbank Mönchengladbach, die diesen Abend seit Jahren unterstützt und begrüßten ganz besonders den Vorstand der Bank, Franz Meurers und Markus Schmitz (Marketing der Volksbank). Ein weiterer Gruß ging an das Kinderprinzenpaar Marlon und Lea sowie an das MKV-Präsidium.

Diesen vergnügsamen Nachmittag eröffnete der Stadthoppeditz Niklas Quade mit seinem neuen Lied „Navalala Tsu Tsu“, von Rolf Gaden getextet. Die entsprechende Choreographie bei diesem Lied wurde sofort von den im Saal befindlichen Kindern mitgemacht.

Poether Poethäepel

Dann ging es Schlag auf Schlag. Die KG Poether Poethäepel zog mit ihrer Kinder- und Jugendgarde sowie dem Präsidenten Rene Wermelskirchen auf die Bühne. Sie zeigten das, was sie auch in den zwei Jahren Pandemie nicht verlernt hatten. Bewundernswert ist es auch, dass in vielen Tanzgruppen mittlerweile auch Jungs mittanzen, was bei den Poethern auch der Fall war.

Schwarz-Gold Rheydt

Die KG Schwarz-Gold Rheydt zog mit ihrer starken Kindergarde Fähnchen schwenkend in den Saal ein. Es standen 22 Kinder auf der Bühne und davon ein Junge, Luis, der sich wie ein Hahn im Korb fühlte. Auch sie zeigten alles, was sie gelernt hatten und kann nur von einer tollen Leistung sprechen, was sie auf der Bühne zeigten.

Uehllöcker Neuwerk

Auch die KG Uehllöcker Neuwerk war mit zwei Abteilungen vertreten. Zuerst tanzten die etwas Kleineren und dann die Größeren. Bei den Größeren tanzte dann auch Niklas mit. Der Höhepunkt bei diesem Tanz war, dass Niklaus hoch gehoben wurde. Mit ihrem Schlachtruf „Et fluppt“ wurden sie von der Bühne entlassen.

Was darf auf einer Sitzung mit Kindern nicht fehlen, natürlich Bernie, das Maskottchen des MKV. Unter großem Applaus wurde Bernie (Melanie Nießen) zur Bühne begleitet. Oben angekommen war er glücklich und froh, dass endlich wieder Karneval gefeiert werden konnte und nichts hielt ihn zurück, zusammen mit den Kindern den „Bernie-Tanz“ vorzuführen. Keiner der Kids blieb auf dem Stuhl sitzen und alle machten kräftig mit.

Stadtmitte

Die KG Stadtmitte zeigte mit ihren beiden Mariechen und dem Gardisten alles, wofür sie in den letzten Monaten trainiert hatten.

Mennrather Sankhase

Mennrath, ein kleiner Ortsteil von Mönchengladbach, hat aber eine große KG und zwar die Mennrather Sankhase. Auch sie haben zwei Abteilungen und zwar die Kinder- und die Jugendabteilung. Zuerst zeigten die Kleineren in ihren Uniformen mit Federbusch auf dem Hut ihren einstudierten Tanz. Dann folgten die etwas Größeren in ihren weißen Röcken und dem schwarzen Mieder. Zum Schluss tanzten beide Gruppen zusammen. Weil sie einen so seltenen Schlachtruf haben, wurden sie mit diesem verabschiedet und zwar mit „Haas höpp“.

Dann kündigte sich der erste Höhepunkt des Abends an. Das Kinderprinzenpaar Marlon und Lea mit Hofmarschall Hajo Hering und Adjutant Louis wurden in Begleitung der Kinderprinzengarde auf die Bühne gebeten.

Marlon und Lea freuten sich auf dieser Veranstaltung sein zu dürfen und waren von dem schönen Blick auf die Garden im Saal total begeistert. Sie waren froh endlich wieder zusammen Karneval feiern zu können und dieser Nachmittag sei für sie auch ein besonderer Auftritt, denn hier könne man sich mit anderen Garden einmal austauschen. Weiter ging ihr besonderer Dank an die Volksbank, denn ohne diese wäre diese Veranstaltung nicht möglich.

Auf die Frage an die im Saal sitzenden Kinder „wollt ihr unser Lied hören“, kam ein kräftiges „Ja“.

Wenn die Kinderprinzengarde das Kinderprinzenpaar begleitet, ist es eine Selbstverständlichkeit, dass diese auch ihren Tanz vorführt. Da Marlon, Lea und Louis ebenfalls Mitglied der Garde sind, tanzen sie natürlich auch immer mit.

Dann hatten Lara und Annika als ehemalige Kinderprinzessinnen noch eine Bitte. Sie wollten noch einmal in der Garde mittanzen und man hatte sich für den Stippeföttchen-Tanz entschieden, den die Beiden noch nicht verlernt hatten.

Es folgte dann eine kleine Pause, in der die Kinder mit Wurst, Pommes und Chips versorgt wurden. Wie man sehen konnte, hat es allen wunderbar geschmeckt.

Alles onger ene Hoot

Weiter ging es dann im Programm mit der KG Alles onger ene Hoot. Die Garde stellte ihr bravouröses Können unter Beweis. Auch sie hatte einen Jungen dabei, der seine Aufgabe als Tänzer sehr ernst nahm. Den Abschluss dieser Vorführung machten die beiden Solomariechen der Gesellschaft.

„Rheer Knöppkes“

Ein Eigengewächs der Großen Rheydter Prinzengarde sind die „Rheer Knöppkes“. Mit ihrem Eisköniginnentanz zeigten sie eine tolle Performance, die spritzig war und wo jeder Tanzschritt passte. Die Pyramide am Schluss ihrer Darbietung war phantastisch.

„Rot-Weiss“ Genhülsen

Mit einem kleinen Hoppeditz an der Spitze marschierte dann die KG „Rot-Weiss“ Genhülsen zur Bühne. Auch für die Leistung, die sie oben zeigten, kann man nur den Hut ziehen.

GKG Spönnradsbeen

Die GKG Spönnradsbeen hatte ebenfalls zwei Gruppen zum Mariechenabend entsandt. Zum einen eine Gruppe in Poloshirts und zum anderen eine in der Uniform der Gesellschaft. Ihr Tanz begann mit einer Pyramide und im Laufe ihres Tanzes wurde ein Mariechen in die Höhe geworfen. Es war allem in allem ein flotter Tanz bei flotter Musik.

Wie kann es anders sein. Es gibt immer einen zweiten Höhepunkt an diesem Nachmittag. Das Prinzenpaar Stefan und Bianca mit ihrem Hofstaat, den Adjutanten Dieter Lichtenhahn und Peter Neus sowie dem Hofmarschall Christian Ernst standen bereit und wurden unter frenetischem Jubel zur Bühne begleitet. Ihnen voran ging der MKV-Vorstand mit Peter Schröter, Dirk Weise, Thorsten Neumann, Axel Ladleif sowie dem Vorsitzenden Gert Kartheuser.

Natürlich durfte der Gastgeber dieses Nachmittags auf der Bühne nicht fehlen, und so wurde der Vorstand der Volksbank, Franz Meurers sowie Markus Schmitz nach oben gebeten, was sie auch gerne taten.

Für Prinz Stefan bot sich von der Bühne aus ein tolles Bild und dass man sich in Mönchengladbach keine Sorgen um den Nachwuchs zu machen brauche. Dann bat er alle Gardisten einmal aufzustehen, was aber in keinem Verhältnis zu der Anzahl der Mariechen stand.

Prinzessin Bianca meinte dann zu ihrem Prinzen: und wer hat gewonnen? An die Kinder gewandt sagte sie, dass diese viel Mühe für den Tanz aufgebracht hätten. Sie haben ihre Freizeit für das Training geopfert, aber daran sehe man auch, dass das Brauchtum weiter leben könne.

Auf mehrstimmigem Wunsch der Kinder mussten sie ihr Prinzenlied singen und ebenfalls ihr zweites Lied, welches davon handelt, dass im letzten Jahr alles geplant gewesen sei aber dann doch noch ins Wasser fiel. Zusammen mit dem Kinderprinzenpaar sangen sie dann noch das gemeinsame Lied.

Orden mussten natürlich auch verteilt werden und so erhielt Markus Schmitz den Prinzenpaarorden und Franz Meurers den Orden des Kinderprinzenpaares.

Gert Kartheuser übernahm jetzt das Mikrofon und freute sich, dass er hier sein konnte und er auch gerne komme. Weiter nahm er Bezug auf die beiden bezaubernden Prinzenpaare. Auch für ihn stehen die Kinder immer im Mittelpunkt und er war stolz einen wunderbaren Partner zu haben, nämlich die Volksbank, die immer dabei sei. Sie seien jetzt dabei und auch in Zukunft. Weiter lobte er die tolle Mitarbeit von Markus Schmitz.

Dann wandte er sich an den Jugend-MKV, vertreten durch Lara und Annika. Dieser Jugend-MKV hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Leute in der Stadt nach vorne zu bringen. Als Dank überreichte er den Beiden jeweils etwas Süßes, und zwar den MKV-Clown.

MKV-Orden wurden natürlich auch verteilt und zwar an fünf Damen, was durch Dirk Weise geschah und er dieses mit großer Freude machte. Auch Rolf Gaden erhielt diesen Orden, der durch Prinzessin Bianca verliehen wurde.

Franz Meurers hob noch einmal hervor, dass dies der 31. Mariechenabend sei und von der Volksbank gesponsert wurde. Natürlich wird so weiter gemacht, das ist versprochen. Er war begeistert von dem vollen Saal und fand es wunderschön, dass sich so viele Kinder für unser Brauchtum einsetzen. Aber auch den Trainern und Eltern wurde gedankt, die ihre Kinder hin- und herfahren. Zur Erinnerung erhielten dann alle Kinder im Saal den Pin der Volksbank.

Natürlich war Meurers nicht ohne Geschenke gekommen. Gutscheine gingen an das Kinderprinzenpaar und an das Prinzenpaar für Wurfmaterial. Aber er hatte für das Prinzenpaar noch ein besonderes Geschenk in petto und zwar eine Fahrt mit dem Heißluftballon über die Stadt Mönchengladbach.

Auch für Lara und Annika hatte Meurers einen Gutschein parat und für den Jugend-MKV überreichte er eine Spende von 250 Euro für die geleistete Arbeit.

Juniorengarde der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach

Weiter ging es dann im Programm mit der Juniorengarde der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach. Die Haus-Flöhe, wie sie liebevoll innerhalb der Garde genannt werden, zogen mit ihrem Kommandanten Karl Brose, der Trainerin Cindy Glasmacher und der Betreuerin Christiane Glasmacher auf die Bühne.

Karl Brose ließ die Truppe zuerst einmal präsentieren und forderte sie dann zum Tanz auf. Leider war die Bühne für den tollen Tanz der vielen Kinder etwas zu klein, aber sie machten das Beste daraus. Auch hatten sie zwei Solomariechen dabei, die ihr Können unter Beweis stellten.

Halt uut Pesch

Als letzte Tanzgarde trat die von der KG Halt uut Pesch auf. In ihren bezaubernden Kostümen in rot und gold sowie den Pompons in gleicher Farbe zeigten sie ihren Tanz, den sie trotz der Pandemie einstudiert hatten.

Damit die Kinder nicht nur still sitzen mussten an diesem Nachmittag, wurde Marc Thönes verpflichtet. Mit Unterstützung des Prinzenpaares sowie des Kinderprinzenpaares stimmte er Lieder an, die von den Kids sofort angenommen und mitgemacht wurden. Vor einem Lied, bei dem es auch um sportliche Beweglichkeit ging, bat er Meurers ebenfalls auf die Bühne. Dieser machte alle vorgegebenen Bewegungen toll mit, denn das war jetzt eine Art Sport für ihn, da er ja sonst immer nur auf dem „harten“ Bürostuhl sitzen muss.

Dann kam es zur Verteilung der Gutscheine für Wurfmaterial von der Volksbank. Jede Gesellschaft konnte zwei Kinder nach oben schicken, um diese in Empfang zu nehmen. Der Sinn und Zweck war, dass bei dem anschließenden obligatorischen Gruppenbild nicht zu viele dabei wären.

Unter Zuhilfenahme einer Leiter, von Markus Schmitz organisiert, konnten dann die Fotografen aus erhöhter Position eine wunderschöne Aufnahme machen.

Den Abschluss dieses Nachmittags machte dann noch einmal Marc Thönes, der die Kinder wieder zum Singen und Mittanzen motivierte.

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