Die diesjährige Weihnachtsfeier der Flüchtlingshilfe Niederkrüchten war weit mehr als ein vorweihnachtliches Beisammensein. Sie wurde zu einem eindrucksvollen Beispiel dafür, wie Integration, ehrenamtliches Engagement und gelebte Gemeinschaft vor Ort funktionieren können.
Niederkrüchten – Über 60 Kinder wurden persönlich vom Nikolaus beschenkt. In diesem Jahr schlüpfte der ehemalige Bürgermeister Kalle Wassong in die Rolle des Nikolaus und verlieh der Feier mit persönlichen Worten eine besondere Note. Begleitet von Live-Musik, Gesang und einer live gespielten Trompete entstand eine festliche und herzliche Atmosphäre, in der getanzt, gesungen und miteinander gesprochen wurde – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Kultur. Für das leibliche Wohl sorgten die Familien selbst: Eltern und Kinder brachten Kuchen und Spezialitäten aus verschiedensten Ländern mit und schufen so ein internationales Buffet, das sinnbildlich für die Vielfalt der Veranstaltung stand.
Auch Vertreter der Gemeinde Niederkrüchten waren vor Ort. Frank Grusen und Nils Riskes nahmen an der Feier teil und überreichten im Namen der Gemeinde und des Bürgermeisters Geschenke an die treibenden Kräfte der Flüchtlingshilfe. Diese Anerkennung galt Ulrike Schneider-Rox und Gabi Coenen, die stellvertretend für ein engagiertes Team stehen, das die Flüchtlingshilfe seit Jahren mit großem persönlichen Einsatz und viel Herzblut prägt. In seinen Worten erinnerte der Nikolaus daran, dass viele Menschen an diesem Ort ein „Licht“ für andere seien – und dass jeder Einzelne dazu beitragen könne, selbst eines zu werden, indem man hilft, zuhört und Mitmenschlichkeit zeigt. Neben dem Rückblick auf das Geleistete wurde auch ein Ausblick auf die Zukunft gegeben: Die Flüchtlingshilfe Niederkrüchten wird sich im kommenden Jahr organisatorisch neu aufstellen. Bisher unter dem Dach der Kirche geführt, soll die Arbeit künftig in einem eigenständigen gemeinnützigen Verein weitergeführt werden. Ziel ist es, die ehrenamtliche Arbeit sichtbarer zu machen, die Präsenz in der Öffentlichkeit zu stärken und Engagement sowie Unterstützung noch besser zu koordinieren.
Inhaltlich bleibt die Ausrichtung unverändert – im Mittelpunkt stehen weiterhin konkrete Hilfe, persönliche Begleitung und das gemeinschaftliche Miteinander. Die Weihnachtsfeier machte deutlich, welches Potenzial entsteht, wenn Ehrenamt, Gemeinde und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammenwirken. Sie war ein starkes Zeichen dafür, dass Integration nicht nur eine gesellschaftliche Aufgabe ist, sondern auch bereichert und verbindet. Aus Rücksicht auf die persönliche und geschützte Atmosphäre der Veranstaltung wurde bewusst auf umfangreiche Fotoaufnahmen mit erkennbaren Gesichtern verzichtet. (opm)





