Erste bestätigte Fälle von Affenpocken in Nordrhein-Westfalen

In Köln sind am Mittwoch dieser Woche die ersten Fälle von Affenpocken in Nordrhein-Westfalen bestätigt worden.

NRW – Diagnostiziert wurde die Krankheit bei drei Männern im Alter von 36 bis 45 Jahren. Es besteht ein weiterer begründeter Verdacht bei einem 57-jährigen Mann. Alle Personen zeigen Symptome und befinden sich in häuslicher Isolierung, informiert die NRW-Landesregierung in seiner Meldung.

„Affenpocken ist eine durch Viren verursachte Erkrankung, die sich vor allem durch Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie einen Ausschlag mit Bläschen oder Pusteln äußert. Der vermutete Übertragungsweg bei den aktuellen Fällen in Deutschland ist – laut Bundesministerium für Gesundheit – sehr enger Körperkontakt, insbesondere Geschlechtsverkehr. Ohne engen Körperkontakt wird von einem geringen Übertragungsrisiko ausgegangen. Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland wird nach derzeitigen Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts (RKI) als gering eingeschätzt.“

Dem Gesundheitsministerium liegen zur Zeit weitere Hinweise auf mögliche Kontakte von Personen mit dem Affenpockenvirus in Nordrhein-Westfalen vor, denen durch die Gesundheitsämter nachgegangen wird. Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) steht in engem Austausch mit dem Ständigen Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB). Die Situation wird genau beobachtet. Bereits in der vergangenen Woche hat das Gesundheitsministerium Ärztinnen und Ärzte sowie die Gesundheitsämter im Land um verstärkte Wachsamkeit gebeten.

Informationen zu Symptomatik, Infektionswegen und Prävention finden Sie auf der Seite des RKI: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/A/Affenpocken/Affenpocken-Ueberblick.html. (opm)

Ein Kommentar

  1. 1.
    „Ohne engen Körperkontakt wird von einem geringen Übertragungsrisiko ausgegangen.“
    Heißt, dass ein anderes Übertragungsrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen ist.
    2.
    „Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland wird nach derzeitigen Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts (RKI) als gering eingeschätzt.“
    Bedeutet jedoch nicht den Ausschluss einer breiten Gefährdung.

    Ähnlich lautende Stellungnahmen gab es zu den Anfängen von Aids und Corona ebenfalls. Die nachfolgenden Verläufe sind allen bekannt.

    Solch eine Ambivalenz und Ambiguität von Seiten der „Offiziellen“ führen wohl unweigerlich zu Unmut und Verschwörungstheorien.
    Ich höre schon jetzt wieder die Sprüche von „Schwulenkrankheit“, „Strafe für -hwG-Personen“ und dergleichen mehr.

    Ihr lieben „Offiziellen“ und „Experten“:
    Bitte gebt konkretere und transparentere Informationen heraus.

    Erspart uns eine neue Schwurblerattacke!

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