Die Viersener Fotografin Rebekka Litgen, Inhaberin von Black Sparrow Photography, widmet sich in ihrem aktuellen Projekt dem kreativen Schaffen von Künstler:innen im Kreis Viersen. Sie begleitet die Künstler:innen während ihres Arbeitsprozesses und fängt in ihren Fotografien die besonderen Momente zwischen der ersten Idee und dem fertigen Werk ein.
Region – Die Serie kombiniert beeindruckende Aufnahmen des künstlerischen Prozesses mit persönlichen Interviewfragen, die Einblicke in die Gedankenwelt und Arbeitsweise der Künstler:innen geben. Einige der Interviews stellt der Rheinische Spiegel in einer begleitenden Serie vor.
Bei der Künstlerbörse am 27. und 28. Juni 2026 im Süchtelner Weberhaus können Besucher:innen die porträtierten Künstler:innen persönlich kennenlernen und ihre Werke erleben. Gleichzeitig wird dort auch Rebekka Litgens fotografisches Kunstprojekt präsentiert, das den kreativen Prozess auf besondere Weise dokumentiert.
Künstlerportraits im Kreis Viersen
Jede Serie öffnet eine eigene Tür in eine kreative Welt.
Heute entdecken wir die Welt von Annabel Kauffmann.
Annabel Kauffmann begegnet der Kunst ruhig, tiefgründig und sehr persönlich. Ihre Arbeiten wirken oft surreal & laden dadurch ein, genauer hinzusehen und reinzufühlen. Für Annabel ist Kunst ein Weg zur Selbstreflexion. Jedes Bild trägt eine eigene Geschichte in sich und hilft ihr, sich selbst besser zu verstehen.
Dabei geht es ihr nicht um Perfektion oder äußeren Druck, sondern um Ehrlichkeit und den Mut, sich immer wieder neu auf den eigenen Prozess einzulassen. Ihre Werke zeigen: Kunst kann ein kraftvoller Zugang zur eigenen inneren Welt sein.

Wie würdest du deine Kunst in 3 Worten beschreiben?
Tiefgründig, surreal, Seelenspiegel
Wodurch wirst du inspiriert und woher kommen deine Ideen meistens?
Meine Ideen kommen von meinen persönlichen Erfahrungen: Die Höhen und Tiefen des Lebens und das, was man daraus für Weisheiten für sich selbst schöpft.
Inspiration finde ich in der Musik, durch Menschen und ihre Geschichten und die Mutter Natur, die mir Vorlagen für Farben und Muster gibt.
Gibt es etwas, das dich regelmäßig blockiert und wie gehst du damit um?
Ja, der Druck irgendwas erreichen zu müssen kann mich blockieren.
Dann lasse ich es einfach komplett sein, wende mich der Kunst ab und komme dann sehr schnell von ganz alleine wieder zum Malen.
Was hat dich die Kunst über dich selbst gelehrt?
Jedes Gemälde ist ein Werkzeug der Selbstfindung und Reflexion und trägt somit seine eigene Lehre mit sich.
In anderen Worten – sehr viel.
Wie stehst du zu Künstlicher Intelligenz (KI) Kunst, verändert sie deine Arbeitsweise?
Die KI-Kunst rechtfertigt ihr Dasein schon allein aus dem Erstaunen darüber, was alles mit Technik möglich ist.
Ich fühle mich dadurch nicht bedroht oder verdrängt, denn KI Kunst bleibt computergeneriert und Menschen werden sich immer nach bedeutsamer, handgemachter Kunst sehnen.
Ich selbst verwende keine KI in meinen Vorgehensweisen.
Was ist deine Botschaft mit deiner Kunst? Was willst du ausdrücken oder vermitteln?
Ich will Menschen zum Nachdenken anregen, vor allem über ihre innere Welt, und ich bin der Meinung, dass wir die Welt am besten dadurch zu einem besseren Ort machen können, in dem wir bei uns selbst anfangen.
Was würdest du angehenden Künstler:innen raten?
Einfach weitermachen.
Und ganz wichtig: Wissen wieso man das tut. Und sich diese Frage immer wieder stellen. Zuerst ist man Künstlerin für sich selbst…
Die globalisierte Welt ist voll von äußeren Einflüssen.
Es ist wichtig sich davon loslösen zu können und sich selbst treu zubleiben.
Mehr zu Annabels Arbeiten gibts hier: www.ak-arts.de und Instagram! (opm)





