„ZWISCHEN“ und „Call & Response“ – Ausstellungen in der Städtischen Galerie im Park

Am Sonntag, 18. Januar 2026, 11 Uhr, werden in der Städtischen Galerie im Park, Rathauspark 1, zeitgleich zwei Ausstellungen eröffnet: Die große Werkschau „ZWISCHEN“ präsentiert bis zum 1. März Arbeiten der Künstlerinnen Sonja Kreutzer und Stephanie Hermes, die sich in unterschiedlichen Ansätzen mit dem Thema Holz befassen. Im Dachgeschoss zeigt der Mönchengladbacher Multimedia-Künstler Kai Welf Hoyme bis 14. Februar seine Ausstellung „Call & Response“.

Viersen – Sonja Kreutzer und Stephanie Hermes sind in Viersen keine Unbekannten. Im Herbst 2024 stellten sie Beispiele aus ihrem Projekt „Crossroads“ in der Grabeskirche St. Joseph aus. In intensiver Zusammenarbeit entstanden damals eigenständige Kunstwerke. Dazu nutzten die Künstlerinnen hölzerne Grabkreuze, die zuvor auf dem Waldfriedhof in Korschenbroich ihren Platz hatten.

Stephanie Hermes (Jahrgang 1957) arbeitete als ausgebildete Maskenbildnerin unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus und studierte italienischen Maskenbau in Padua. Von 1993 an war sie als freischaffende Maskenbauerin und Dozentin zum Thema Maske
und Maskieren tätig, schuf Auftragsarbeiten und Bühnenausstattungen. Seit 1998 wirkt sie als Bildhauerin und beschäftigt sich intensiv mit den Materialien Holz, Wachs, Stein und Bronze. Ihre Holzobjekte zum Thema Fragilität leben vom Spiel zwischen Licht und Schatten.

Sonja Kreutzer (Jahrgang 1975) ist ausgebildete Baumschulmeisterin. Seit 2015 ist sie als freie Künstlerin tätig. Ihre Kunst wurzelt in der Leidenschaft für Bäume und deren Wachstum. In riesigen Baumscheiben arbeitet sie die Jahresringe aus und hebt sie hervor. Verfremdungen fordern zur Auseinandersetzung mit dem Objekt auf und schaffen so eine Verbindung zwischen Mensch und Natur.

Beide Künstlerinnen leben und arbeiten in Korschenbroich, Stephanie Hermes zudem in Limoux in Frankreich. Ihre gemeinsame Ausstellung zeigt die große Bandbreite ihrer Kunst. Ein Raum bietet speziell Erfahrungen für Menschen mit Sehbehinderung.

Zur Eröffnung am Sonntag, 18. Januar, um 11 Uhr begrüßt Viersens Bürgermeister Christoph Hopp die Gäste. Im Anschluss führt die Kunsthistorikerin Sigrid Blomen-Radermacher in die Ausstellung ein. Musikalisch begleitet die Sopranistin Katharina Gläsmann die Veranstaltung.

Erläuterungen zur Ausstellung gibt es beim Kunst-Imbiss, der Kurzführung in der Mittagszeit, am Dienstag, 3. Februar 2026, um 13 Uhr. Beim „Kunstklatsch“ am Dienstag, 10. Februar 2026, um 15:30 Uhr, klingt der gemeinsame Ausstellungsrundgang bei Kaffee und Kuchen aus. Gemeinsam mit Stephanie Hermes und Sonja Kreutzer lässt sich die Ausstellung erleben bei der Finissage mit Künstlerinnengespräch am Sonntag, 1. März 2026, um 15 Uhr.

Ebenfalls ab Sonntag, 18. Januar 2024, beginnt im Dachgeschoss der Galerie die Schau „Call & Response“ mit Arbeiten des Mönchengladbacher Multimedia-Künstler Kai Welf Hoyme. Darin bezieht er sich auf Texte des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville (1819–1891). Dessen Roman „Moby Dick“ zählt zu den bedeutendsten Werken der US-amerikanischen Literatur. Hoyme tritt außerdem mit dem japanischen Lyriker Matsuo Bashō (1644–1694) in einen imaginären Dialog. Bashō ist der bedeutendste Vertreter der japanischen Versform Haiku.

Die bis zum 14. Februar dauernde Präsentation zeigt aktuelle Siebdruck-Arbeiten Hoymes, Text-Objekte, Fotogramme, Projektionen und eine Audio-Installation. Die Werke spiegeln die Wechselbeziehungen von Menschen und Natur wider und zeigen deren Zerbrechlichkeit auf.

Kai Welf Hoyme (Jahrgang 1979) studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln und der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2003 stellt er international aus. In seiner Arbeit in verschiedenen künstlerischen Medien wie Bild, Klang und Bewegung spielt die Performance eine zentrale Rolle. Hoyme gewann zahlreiche Preise und Stipendien. Sein Schaffen ist geprägt von der Zusammenarbeit mit Menschen, die Musik machen, tanzen, dichten und Theater inszenieren.

Öffnungszeiten Galerie:
Di, Mi, Fr, Sa 15–18 Uhr, Do 15–20 Uhr, So 11–18 Uhr
Geschlossen: 15. Februar 2026 (Karnevalssonntag)
Eintritt frei
Telefon 02162 101-160
galerie@viersen.de
www.viersen.de (opm)