Frisch vom Hof: Familie Brocker begeistert mit frischer Milch rund um die Uhr

An der Straße Hausen 66 in Dülken hat der Milchautomat der Familie Brocker mittlerweile einige Jahreszeiten kommen und gehen sehen. Die Nachfrage nach seinem gekühlten Inhalt ist seit seiner Aufstellung groß. Nicht verwunderlich, denn die frische Milch ist eine besondere Gaumenfreude.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Dülken – Ich habe keine eigene Flasche dabei, als ich vor dem Milchautomaten in Dülken anhalte. Das ist aber auch kein Problem, denn gegen einen kleinen Obolus stehen hier Flaschen bereit. Der Milchautomat der Familie Brocker ist längst kein Geheimtipp mehr und die Kunden kommen aus der ganzen Region. Eiskalt schießt das „weiße Gold“ in die Flasche und ich kann die Frische sogar riechen. Die Milch direkt vom Hof ist nährstoffreich, mit einem hohen Fettanteil von über vier Prozent und unbehandelt. Deshalb wird empfohlen sie für Kleinkinder, Senioren und Schwangere vorher 20 bis 30 Sekunden auf über 72 Grad zu erhitzen. Meistens wird sie allerdings so verzehrt – Rohmilch ist für viele ein Hochgenuss und ich kann das gut verstehen, denn auch ich freue mich schon auf das erste Glas.

Den Milchautomaten wird Landwirt Peter Brocker bald mit einem weiteren Speiseautomaten ergänzen. Was dort angeboten wird, das ist aber noch ein Geheimnis.
Rund 120 Kühe gehören zum Hof, da bleibt kaum Zeit um den Abverkauf der Milch vor Ort zu organisieren. Die Idee des Milchautomaten brachte Sohn Bernd ein, der erstmals in der Fachschule Köln von dieser Möglichkeit gehört hatte. Eine Hütte wurde gezimmert und diese schützt auch heute noch den Automaten, der keinen Öffnungszeiten unterliegt. Durch die nahe Lage zum Industriegebiet halten zudem gerne LKWs hier an, deren Fahrer die frische Milch auf ihrer Tour genießen.

Seit drei Generationen bewirtschaftet die Familie Brocker den Hof, die vierte steht schon in den Startlöchern. V. l. Bernd Brocker mit seiner Frau Julia Brocker und dem Nachwuchs, Annegret sowie Peter Brocker. Foto: Martin Häming/Rheinischer Spiegel

Für die Familie, die den Hof mittlerweile in der dritten Generation betreibt, werden so wichtige Zusatzeinnahmen generiert, denn Angebot und Nachfrage haben für eine instabile Lage der Milchpreise auf dem europäischen Milchmarkt gesorgt. Wer hier kauft und den Landwirt direkt unterstützt, hilft also auch den Anbietern vor Ort. Zudem fallen lange Transportwege weg, wodurch das Klima geschont wird und es ist umweltfreundlich, denn hier fällt kein Verpackungsmüll an.
Wie begeistert die Kunden sind, das zeigen die zahlreichen positiven Stimmen auf: „Die leckerste Milch die es gibt. Schmeckt sensationell gut, außerdem kommt vom Geld auch noch wirklich was beim Produzenten und seinen Kühen an!“

Das Prinzip ist einfach: Wer möchte kann seine eigene Flasche mitbringen oder eine Flasche mit dem blauen Logo und dem Schriftzug „Brocker’s Milchautomat“ kaufen. Die Flasche wird unter den Zapfhahn gestellt, das Geld eingeworfen und der Füllknopf betätigt. Was sich im ersten Augenblick unspektakulär anhört, ist jedoch gerade für Kinder ein Erlebnis. Deshalb steht auch ein kleiner Hocker vor dem Automaten, denn schöner als Zuzuschauen ist natürlich selber die Flasche halten zu dürfen. (nb)
Brockers Milchautomat | Hausen 66 | 41751 Viersen | 24 Stunden geöffnet


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