Dringende Sicherungsarbeiten am Turm der Kreuzkirche Viersen

An der Kreuzkirche Viersen haben in diesen Tagen umfangreiche Sicherungsarbeiten begonnen. Der Kirchturm ist inzwischen vollständig eingerüstet. Anlass sind dringend notwendige Maßnahmen zum Erhalt der historischen Bausubstanz, insbesondere im Bereich des Turms.

Viersen – Im Mittelpunkt der aktuellen Arbeiten stehen die markanten Wasserspeier der Kreuzkirche. Diese sind durch Witterungseinflüsse stark angegriffen und müssen zeitnah vor der nächsten Frostperiode instand gesetzt werden, um weitere Schäden zu verhindern. Die erforderlichen Steinmetzarbeiten erfolgen in großer Höhe und gelten als baulich dringend notwendig.

In Abstimmung mit den zuständigen Denkmalbehörden werden im Zuge der Arbeiten außerdem erste offenliegende Fugen am Turm geschlossen. Dadurch soll weiterer Wassereintritt in das Mauerwerk verhindert werden. Ob sich an diese Maßnahmen unmittelbar eine vollständige Turmsanierung anschließen kann, ist derzeit noch offen.

Parallel zu den laufenden Arbeiten wird ein umfassendes Gutachten zum Zustand des Mauerwerks der Kreuzkirche erarbeitet. Hierfür werden Materialproben entnommen, untersucht und passende neuere Fugenmaterialien getestet. Ziel ist es, auf dieser Grundlage ein tragfähiges Gesamtsanierungskonzept zu entwickeln.

In den vergangenen Tagen kam es trotz ordnungsgemäßer Sicherung des Baugerüstes wiederholt zu unbefugtem Betreten der Baustelle, was Polizeieinsätze erforderlich machte. Aus Gründen der Sicherheit wird die Baustelle nun zusätzlich durch eine Bauwatch überwacht werden. Die Kirchengemeinde weist ausdrücklich darauf hin, dass das unbefugte Betreten des Gerüstes verboten ist und eine erhebliche Unfallgefahr besteht. Über den weiteren Verlauf der Maßnahmen wird die Öffentlichkeit informiert. (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel