„Haus Greefsgarten“: Auf den Spuren von Rudolf und Stefanie Cordes

Vorstand der Cordes-Stiftung besucht Pflegeeinrichtung der Unternehmensgruppe Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde.

Viersen – Rudolf Cordes und seine Frau Stefanie, beide Jahrgang 1912, stammten aus Mönchengladbach. Rudolf Cordes lebte und arbeitete viele Jahre als niedergelassener Rechtsanwalt in Viersen und engagierte sich zeitlebens in gemeinnützigen Aktivitäten. Nach dem Tod seiner Ehefrau Stefanie verbrachte er seinen Lebensabend bis zum Tod im Jahre 2007 im Viersener Seniorenzentrum „Haus Greefsgarten“. Noch zu Lebzeiten initiierte er eine Stiftung, die nach seinem Tod als Rudolf und Stefanie Cordes-Stiftung im Jahr 2008 gegründet wurde. Sie unterstützt Vorhaben zur Beschaffung von Mitteln für steuerbegünstigte Körperschaften, die Menschen fördern sollen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf Hilfe anderer angewiesen sind. Insbesondere werden in diesem Sinne Einrichtungen der Seniorenzentrum der Ev. Kirchengemeinde Viersen gGmbH unterstützt.

Vor einigen Jahren wurden so zum Beispiel durch die großzügige Unterstützung der Stiftung im Zuge der Umbau- und Modernisierungsarbeiten im „Haus Greefsgarten“ Aufenthaltsbereiche in den Wohngruppen des Seniorenheims geschmackvoll neugestaltet und ebenso modern wie wohnlich eingerichtet.
„Hier waren erhebliche Sachmittel nötig, die sich nicht in diesem Umfang aus den Pflegesatzerträgen finanzieren ließen“, erklärt Martin Stoof, Geschäftsführer der Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde gGmbH und Vorstandsmitglied der Cordes-Stiftung.

Nach Abschluss der Arbeiten im Gebäude sind es in den vergangenen Monaten maßgeblich die Außenbereiche rund um das „Haus Greefsgarten“ gewesen, die durch das Viersener Gartenbauunternehmen Josef Breitkreuz ansprechend umgestaltet und bepflanzt wurden. Besonders der Zugang zum Seiteneingang erhielt mit einem Brunnen, neu angelegten Beeten und einer Teilüberdachung ein völlig neues Erscheinungsbild. Auch hier griff wieder die Cordes-Stiftung großzügig finanziell unter die Arme.

Deren Vorstand zeigte sich bei einer Ortsbegehung beeindruckt. Vorstandsmitglied Thomas Rehmenklau attestierte der Senioreneinrichtung: „Ich bin überzeugt davon, hier lässt es sich wirklich gut leben.“
Hans-Peter Hütz, der nicht nur Gründungsmitglied und langjähriger Vorstandsvorsitzender der Stiftung war, sondern auch jahrzehntelanger Freund und Weggefährte der Eheleute Cordes, kam gemeinsam mit seiner Ehefrau stellvertretend für seinen verhinderten Schwiegersohn Dr. Axel Seidel, der heute in seiner Nachfolge den Stiftungsvorsitz führt. Hütz erinnerte in kleinen Anekdoten an das verstorbene Ehepaar. „Eigentlich waren Rudolf und Stefanie Cordes immer auf der Suche nach neuen sozialen Projekten. Menschen zu helfen und sie zu unterstützen, blieb für beide immer ein großes Anliegen.“

Im Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Viersen ist das Andenken an Rudolf Cordes und seine Ehefrau deshalb auch viel mehr als nur eine Ehrensache. Eine 2016 entstandene Gebäudeerweiterung, die seit 2020 als Service Wohnen mit 28 Seniorenwohnungen genutzt wird, trägt heute den Namen der Eheleute.
Am Service Wohnen „Haus Cordes“ erinnert nun auch eine Plakette an die Namensgeber. Dazu wurde ein Foto aus dem Nachlass des Paares von Tom Krumkamp, Agentur DC2, grafisch neu interpretiert und nach seiner Vorlage als Laserdruck auf Edelstahl aufgebracht.

„Rudolf Cordes war ein hervorragender Chef. Er und seine Ehefrau hatten ihr Herz immer am rechten Fleck“, erinnert sich die Rentnerin Marianne Thewißen. Sie arbeitete über Jahrzehnte in der von Cordes gegründeten Anwaltskanzlei. Auch nach dessen Wechsel in den Ruhestand hielt sie zu den Eheleuten Kontakt, besuchte Rudolf Cordes im „Haus Greefsgarten“. Seit knapp einem Jahr lebt sie nun selbst in der Viersener Senioreneinrichtung.
Den Vorstand der Cordes-Stiftung empfing sie während eines Rundgangs durch das Haus in ihrem Apartment. Neben einer modernen Grundausstattung hat sie es sich auch mit vielen persönlichen Möbelstücken und Andenken gemütlich eingerichtet. Sie fühlt sich wohl im „Haus Greefsgarten“, so, wie es auch ihr früherer Arbeitgeber Rudolf Cordes dort erlebt hat.

Dass er und seine Frau Stefanie nun immer wieder dazu beitragen, dass die Einrichtung zu einem noch schöneren neuen Zuhause für alle dort lebenden pflegebedürftigen Menschen wird, das ist, so beschreibt es Martin Stoof, ein spätes Vermächtnis des Stifter-Ehepaars und eine großmütige Fortsetzung seines Lebenswerkes über den Tod hinaus. (opm)

Foto: Seniorenzentrum „Haus Greefsgarten“

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