Kreis Viersen: Nur funktionierende Rauchmelder retten Leben

Alle zwei bis drei Minuten brennt es in Deutschland in einer Wohnung. Dem Statistischen Bundesamt zufolge gibt es bundesweit mehr als 300 Brandtote im Jahr. Hinzu kommen zahlreiche Verletzte.

Kreis Viersen – Das Risiko von gesundheitlichen Schäden kann durch funktionierende Rauchmelder deutlich minimiert werden. Anlässlich des bundesweiten Rauchmeldertages am Freitag, 13. Mai, appelliert die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ an alle Haus- und Wohnungseigentümer, ihre Rauchmelder regelmäßig zu überprüfen. Auch der Kreis Viersen möchte die Gelegenheit nutzen und auf den Rauchmeldertag hinweisen.

„Im Falle eines Wohnungsbrandes bleiben nur wenige Minuten Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen“, weiß Frank Brüls, Brandschutzingenieur im Amt für Bevölkerungsschutz des Kreises Viersen. „Der laute Alarm eines intakten Rauchmelders kann in diesen Situationen lebensrettende Zeit verschaffen. Die Rauchmelderpflicht endet nicht mit der Installation. Daher unsere Bitte: Nutzen Sie den kommenden Aktionstag und überprüfen Sie die Rauchmelder in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus“, sagt Brüls. Alle zehn Jahre sollten die Geräte komplett ausgetauscht werden.
„Rauchmelder retten Leben“ empfiehlt die Überprüfung des Rauchmelders in vier einfachen Schritten:

Testen des Rauchmelders über die Prüftaste: Alle Rauchmelder besitzen eine zugängliche Prüftaste, mit der die Melder getestet werden können. Sollte der Alarmton nicht ausgelöst werden, ist es an der Zeit, die Batterien zu wechseln oder einen neuen Rauchmelder zu kaufen.

Rauchmelder auf Verschmutzung überprüfen und säubern: Mit der Zeit lagert sich auch im saubersten Raum der Staub ab. Die Rauchmelder können mit einem feuchten Tuch abgewischt und gemäß den Herstellerangaben gesäubert werden. Auf Pusten oder Aussaugen sollte verzichtet werden, da die Sensoren des Rauchmelders Schaden nehmen können. Wenn sich der Rauchmelder nicht mehr reinigen lässt, hat er das Ende seiner Lebensdauer erreicht und sollte ausgetauscht werden. Insbesondere die Eingangsöffnungen zur Raucherkennung sollten auf keinen Fall verschmutzt sein.

Rauchmelder freihalten: Ist ein Zimmer neu eingerichtet oder umgeräumt worden ohne Rücksicht auf den Rauchmelder zu nehmen? Im Umkreis von 50 Zentimetern zum Rauchmelder dürfen keine Hindernisse im Weg sein. Denn diese sorgen dafür, dass ein Rauchmelder deutlich später anschlägt, weil der Rauch nicht ungehindert zum Sensor gelangen kann.

Alter des Rauchmelders überprüfen: Je älter der Rauchmelder, desto höher ist das Risiko für eine Fehlfunktion. Nach spätestens zehn Jahren muss der Rauchmelder ausgetauscht werden und es ist an der Zeit, einen neuen Rauchmelder zu kaufen. Der Austausch ist unabhängig davon notwendig, ob der Melder eine fest eingebaute Zehn-Jahres-Batterie enthält oder ob sich die Batterie wechseln lässt. Das Herstellungsdatum und die Laufzeit sind auf dem Melder vermerkt, sodass der Zeitpunkt des Auswechselns ganz einfach herausgefunden werden kann. Dazu muss der Rauchmelder von der Decke abgenommen werden. In der Regel befindet sich das Datum auf der Rückseite des Melders.

Aufgrund stetig zunehmender Brandgefahren durch Lithium-Ionen-Akkus, weist der Kreis Viersen auf die aktuellen Seiten zum Rauchmeldertag 2022 unter nachfolgendem Link hin: http://www.rauchmelder-lebensretter.de/brandgefahren-durch-lithium-ionen-akkus/
Weitere Informationen zum Thema Rauchmelder unter: https://www.rauchmelder-lebensretter.de/ (opm)

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