Heimspiel für „MEDDLE“ mit „A tribute to Pink Floyd“ auf der Viersener Sommerbühne

Als Show-Designer Volker Schüpper am Donnerstagabend die Lichtshow für einen mitreißenden Abend auf der Viersener Sommerbühne programmierte, da ließ er sich nun wirklich nicht „lumpen“. Die besonderen Effekte ergaben zusammen mit der ekstatischen Musik der niederrheinischen Band ein brennendes Erlebnis für Ohren, Herz und Seele.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Lassen Sie uns zunächst lieber nicht darüber nachdenken, dass die britische Rockband Pink Floyd ihr Konzertalbum „The Wall“ bereits am 30. November 1979 veröffentlichte. Also vor mittlerweile vor fast 43 Jahren. Dann nämlich fühlt man sich doch plötzlich ein wenig gealtert, denn eigentlich war es am Freitagabend auf der Sommerbühne, als ob die Musik so aktuell ist wie nie und eigentlich fühlte es sich an, als hätte man gerade seinen zwanzigsten Geburtstag gefeiert.

Tatsächlich schaffte die niederrheinische Band „MEDDLE“ mit „A tribute to Pink Floyd“ nämlich gekonnt den Zeitsprung um einige Jahrzehnte zurück. Wenn der Autor dieser Zeilen die Augen schloss, erinnerte er sich noch gut an den 21. Juli 1990 und das Konzert auf dem Potsdamer Platz, welches von Sänger und Bassist Roger Waters persönlich geleitet wurde.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Der fehlte zwar in Viersen, dafür spürte jeder Besucher die gemeinsame Passion der Niederrheiner Michael Stockschläger, Bodo Munkewitz, Sascha Hommen, Olaf Hansen und Marc Schieferdecker, die mittlerweile seit über zwanzig Jahren gemeinsam Musik machen und sich mit dieser Show einen gemeinsamen, langgehegten Wunsch erfüllten.

Neben einer beeindruckenden Licht- und Lasershow fingen die Vollblut-Künstler mit jeder Menge Liebe zum Detail das magische Pink Floyd-Flair erneut gekonnt ein, schließlich sorgte MEDDLE auch bereits in der Viersener Festhalle für Standing Ovations.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Sicherlich wird es nicht wenige Gäste geben, die noch in tiefer Nacht nach einem der meistverkauften Doppelalben der Musikgeschichte gesucht haben, um ein wenig weiter zu schwelgen. Schließlich hatte MEDDLE „The Wall“ in voller Länge als Live-Version präsentiert – also mit den umfangreicheren Möglichkeiten, die es auf der Platte damals selbst aus Platzgründen gar nicht gegeben hat.

Und sicherlich wird noch jemand „The Wall“ auch der nächsten Generation näherbringen wollen, denn kurz nach 21 Uhr jubelte es zwischen den Reihen mit der Nachricht gerade Opa geworden zu sein. Was gibt es Besseres als eine musikalische Verbindung für den Nachwuchs – herzlichen Glückwunsch. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

 

 

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