Hoser-Schützen genossen ihr Festwochenende nach drei Jahren Coronapause

Lange musste auch die St. Petri Schützenbruderschaft von 1753 Viersen-Hoser e. V. auf ihr Schützen- und Heimatfest warten. An diesem Wochenende kamen die Bruderschaftler endlich wieder zusammen – Grund genug die Festtage mit offenem Herzen und viel Freude gemeinsam zu begehen.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Hoser – Bis zum Montagabend, mit dem krönenden Abschluss eines Nachbarschaftsfestes im Jubiläumsgarten hört man in der Sektion Hoser das Trömmelche des Sommerbrauchtums schlagen. Die St. Petri Schützenbruderschaft von 1753 Viersen-Hoser e. V. hatte nach drei Jahren Coronapause wieder zu ihrem beliebten Schützen- und Heimatfest eingeladen und nicht nur die befreundeten Bruderschaften, ebenfalls zahlreiche Gäste, waren der Einladung gerne gefolgt.

Foto: Rheinischer Spiegel

Für König Sven Reinirkens der Höhepunkt seiner langjährigen Amtszeit. Als dieser am 14. Juli 2019 erfolgreich den Vogel heruntergeholt hatte, stieg gemeinsam mit Minister Oliver Ernsdorf und Ministerin Pia Kitschen eigentlich die Vorfreude auf das Schützenfest 2021/22 – ein wenig länger sollte diese allerdings dann doch anhalten. Bereits 2014 hielt er die Königswürde inne, obwohl er eigentlich im Bockert wohnt und deshalb der Königsbogen bei Minister Oliver Ernsdorf seinen Platz auf der Gutenberg Straße gefunden hat. An diesem Wochenende wurde er von seiner Freundin Maren Schöler begleitet.

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Begonnen hat er allerdings natürlich nicht als König, denn das Sommerbrauchtum wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt. Bereits sein Vater war 2008 der „Sonnenblumenkönig“, drei Jahre zuvor hatte sich Sven Reinirkens als Gründungsmitglied des Marinezuges zum Bezirksschülerprinz und sogar zum Bundesschülerprinzen geschossen. Für seine Seite hatte er sich zudem in 2019 keine Neulinge des Schützenwesens ausgewählt. Minister und Mitglied der Gebirgsjäger Oliver Ernsdorf ist mittlerweile nach 2002 und 2005 zum dritten Mal Minister. Als Ministerin fungiert Pia Kitschen, selbst 2017 Jungschützenprinzessin in der Bruderschaft.

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Gemeinsam mit Jungschützenprinzessin Nele Böttinger startete die Bruderschaft nun endlich mit der Party am Freitag im Festzelt, welches im Jubiläumsgarten wieder auf die Besucher wartete. Bereits 2019 hielt Nele Böttinger die Ehre als Jungschützenprinzessin inne, bereits 2013 konnte sie sich als Schülerprinzessin behaupten. An ihrer Seite stehen Minister Sind Fabian Kitschen und Alexander Schüren, beide zusammen waren bereits 2014 Bezirksjungschützenminister.

Ein Festumzug am Samstag und der Königsball mit verdienten Ehrungen zählten zum Countdown auf den Sonntag mit Festhochamt, Großem Zapfenstreich, Frühschoppen und natürlich der eindrucksvollen Parade. Danach nämlich stand bereits der Vogelschuss an, um den neuen Schützenkönig für 2023/24 zu ermitteln. 109 Schüsse hielt er stand, bis er für den neuen König in Wartestellung, Sascha Münten, dann doch von der Stange fiel. Als Minister stehen dem neuen Königshaus Sebastian Hillebrand und Niklas Collee zur Seite.

Foto: Rheinischer Spiegel

Zu Ende ist das Schützenfest damit allerdings noch nicht. Am Montagmittag lädt die Bruderschaft die Senioren aus dem Hoser zum Nachmittag mit Kuchen, Kaffee und natürlich guten Gesprächen ein, ab 19:00 Uhr lockt das „Hoser Nachbarschaftsfest“ im Festzelt mit DJ Möhrchen bei freiem Eintritt. Wer kurz vorher eine besondere Tradition miterleben möchte, der kann um 18:15 Uhr bei der Hexenverbrennung an der Landwehrstraße/Mathiasstraße dabei sein – schließlich werden dieser Figur alle kleinen oder größeren „Problemchen“ während der Festtage zugesprochen.

Danach dann werden die rund 100 Wimpelketten, die rund 44 Fähnchen an Laternen und über 2.500 Röschen gut eingepackt, bis die gut 60 aktiven Mitglieder gemeinsam mit den Freunden der Bruderschaft wieder feiern können. (cs)

Beim Königsball erhielten Lena Kitschen und Verena Smolarek das Silberne Verdienstkreuz. Mit dem Hohen Bruderschaftsorden wurde Minister Oliver Ernsdorf ausgezeichnet. Foto: Bruderschaft