IHK verzeichnet für 2021 insgesamt 4.015 neue Ausbildungsverträge – und damit mehr als im Jahr 2020

Die Hoffnung, das Jahr 2021 mit mehr Ausbildungsverträgen als im Jahr 2020 abzuschließen, hat sich erfüllt: Zum Stichtag 31. Dezember verzeichnete die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein insgesamt 4.015 neue Ausbildungsverträge und damit 18 mehr als im Jahr zuvor.

Region – Die Zahl der Verträge im gewerblich-technischen Bereich hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar um 5,9 Prozent erhöht. Im kaufmännischen Bereich hingegen wurden 2,1 Prozent weniger Verträge abgeschlossen. „Das hat mit den unterschiedlichen Auswirkungen der Pandemie auf die einzelnen Branchen zu tun“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Während das produzierende Gewerbe im Jahr 2021 die pandemischen Auswirkungen weniger stark gespürt hat, waren vor allem die Gastronomie, der Einzelhandel und das Veranstaltungswesen besonders von der Pandemie betroffen. Das hat zu einem Rückgang der kaufmännischen Vertragsabschlüsse geführt.“ Am gefragtesten waren die Ausbildungsberufe „Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement“, „Verkäufer/Verkäuferin“, „Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel“, „Kaufmann/Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement Fachrichtung: Großhandel“ und „Chemikant/-in“.

„Natürlich haben die Zahlen noch nicht das Niveau der Jahre vor der Corona-Pandemie erreicht“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Allerdings haben wir durch gezielte Maßnahmen und Projekte dafür sorgen können, dass der Ausbildungsmarkt auch in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie nicht komplett eingebrochen ist.“

Während die Unternehmen weiterhin auf Ausbildung gegen den Fachkräftemangel setzen und mehr Ausbildungsstellen als im Jahr 2020 angeboten haben, war die Zurückhaltung der Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz auffällig. „Viele sind sicherlich wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen auf manche Branchen verunsichert“, sagt Steinmetz. „Dadurch haben sich zahlreiche junge Menschen noch nicht für eine Ausbildung entscheiden können.“ Umso wichtiger sei es, den Prozess der Berufsorientierung weiter zu unterstützen und den Übergang von der Schule in den Beruf intensiv zu begleiten. „Dabei setzen wir in diesem Jahr auch verstärkt auf die Eltern“, betont der Hauptgeschäftsführer. In Form von digitalen Info-Abenden möchte die IHK sie über die duale Ausbildung und die damit verbundenen Karrierechancen informieren.

„Wir dürfen nicht nachlassen, für den hohen Stellenwert der dualen Berufsausbildung zu werben, damit auch im Jahr 2022 viele Schülerinnen und Schüler und Ausbildungsbetriebe zusammenfinden.“ Nur so könne die Wirtschaftsleistung in der Region trotz Fachkräftemangels gesichert werden.

Weiterführende Informationen rund um das Thema Ausbildung gibt es im Internet unter www.mittlerer-niederrhein.ihk.de/114614 oder bei der Bildungs-Hotline der IHK Mittlerer Niederrhein, Tel. 02151 635-455. (opm)

Foto: janeb13/Pixabay

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