Kreis Viersen: Impfzentrum in Dülken startbereit – So sieht es drinnen aus

Im ehemaligen Dülkener Krankenhaus hat der Kreis Viersen sein Impfzentrum fertiggestellt. An der Heesstraße 2-10 sind sechs Impfstraßen parallel eingerichtet, nun wartet die Einrichtung auf den ersten Impfstoff.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen-Dülken/Region – Noch wird fleißig gearbeitet in den ehemaligen Räumen des Dülkener Krankenhauses. Jedoch nur noch wenige Kleinigkeiten sind fertigzustellen, denn eigentlich ist das Impfzentrum startklar. 30.000 Impfungen sind monatlich geplant, mit diesen kann allerdings erst begonnen werden, wenn der erste Impfstoff zugelassen ist und vom Land NRW zur Verfügung gestellt wird. Bis es soweit ist, schult der Kreis Viersen das Personal und studiert die Abläufe ein. Rund 25 Personen werden im Impfzentrum inklusive des medizinischen Personals pro Schicht vor Ort sein.

In dem Safegate der Firma MSB am Eingang wird neben der Desinfektion eine Fiebermessung vorgenommen. Wer aufgrund von Krankheitssymptomen nicht geimpft werden kann, betritt das Gebäude erst gar nicht. Foto: Rheinischer Spiegel

Neben dem Kreis Viersen – insbesondere dem Amt für Bevölkerungsschutz und der Abteilung für Gebäudemanagement – waren die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein um Dr. Johannes Pollmanns sowie den Vorsitzenden der Kreisleitstelle Viersen, Dr. Arndt Berson, die Geschäftsführung des Allgemeinen Krankenhauses Viersen (AKH), Kim-Holger Kreft und Dr. Thomas Axer, AKH-Architektin Gabriele Hell, die Hilfsorganisation Deutsches Rotes Kreuz und Malteser Hilfsdienst, Oberleutnant Jörg Albrecht, Leiter des Kreisverbindungskommandos Viersen der Bundeswehr, sowie Tobias Haase und Johannes Hoff von der Eventagentur MSB maßgeblich beteiligt.

30.000 Impfungen sind monatlich geplant, mit diesen kann allerdings erst begonnen werden, wenn der erste Impfstoff zugelassen ist und vom Land NRW zur Verfügung gestellt wird. Foto: Rheinischer Spiegel

Zehn weitere Soldaten werden zunächst die administrativen Aufgaben betreuen, später übernehmen dann die Hilfsorganisationen unter Federführung des Deutschen Roten Kreuzes. Kreis-Mitarbeiter koordinieren die Abläufe im Backoffice. Das ehemalige Krankenhaus, welches sich im Besitz des AKH befindet, wurde innerhalb weniger Tage leergeräumt, kleinere Schäden ausgebessert und die Räume besenrein an den Kreis übergeben.

„Wir freuen uns, den Kreis Viersen mit den Räumlichkeiten bei der für die Bekämpfung der Pandemie wichtigen Einrichtung des Impfzentrums unterstützen zu können“, sagen die Geschäftsführer des AKH, Kim-Holger Kreft und Dr. Thomas Axer und loben die Zusammenarbeit mit dem Kreis.

Foto: Rheinischer Spiegel

Aktuell wird auf Bundesebene von der ständigen Impfkommission die Reihenfolge der Impfberechtigten festgelegt. Wer diese erhält, kann unter der Rufnummer 116117 einen Termin für eine Impfung in Dülken vereinbaren. Hier wird er zur „Zahl“, denn auch wenn auf der Bescheinigung selbst ein Name vermerkt ist, im weiteren Verlauf ist der zu Impfende eine ziemlich lange Nummer einer elektronischen Kennung – durch welche der Zugang erst möglich wird.

Während des Vorgangs wird über die Impfung aufgeklärt, Fragen können mit dem jeweiligen Arzt vor Ort besprochen werden. Foto: Rheinischer Spiegel

Wartende durchlaufen die Impfstraße im Erdgeschoss des Gebäudes, hier wurde eine Einbahnstraße eingerichtet. In dem Safegate der Firma MSB am Eingang wird neben der Desinfektion eine Fiebermessung vorgenommen. Wer aufgrund von Krankheitssymptomen nicht geimpft werden kann, betritt das Gebäude erst gar nicht.

Während des Wartens wird über die Impfung aufgeklärt, Fragen können mit dem jeweiligen Arzt vor Ort besprochen werden. Nach der Impfung verbringen die Menschen 30 Minuten zur Beobachtung in der ehemaligen Cafeteria des Krankenhauses und verlassen das Impfzentrum über einen gesonderten Ausgang. Bei Komplikationen steht zudem stetig ein Notarztwagen bereit.

Foto: Rheinischer Spiegel

„Unsere große Hoffnung ist, dass wir schon sehr bald den ersten Impfstoff geliefert bekommen und mit den Schutzimpfungen beginnen können“, sagt Landrat Dr. Coenen. „Unser Impfzentrum ist ein wichtiger Baustein um die Pandemie zurückzudrängen.“
Der Kreis Viersen informiert, sobald weitere Informationen zur Reihenfolge der Impfberechtigten, der Lieferung des Impfstoffes und vor allen zum Start der Impfungen vorliegen. Welcher Impfstoff geliefert wird entscheidet nicht der Kreis, sondern die Landesregierung. Die Kassenärztliche Vereinigung stellt den Geimpften eine Bescheinigung aus. Zudem ist natürlich auch – ganz klassisch – der Eintrag in den Impfausweis vorgesehen.

Erreichbar ist das Impfzentrum in Dülken über alle Zufahrtsstraßen, die zudem ausgeschildert wurden. Am Impfzentrum selbst sind zwei Parkplätze ausgewiesen, weitere befinden sich an der Heesstraße. Unmittelbar vor dem Gebäude liegt die Bushaltestelle „St. Cornelius Krankenhaus“, welche von den Linien 083 sowie 085 angefahren wird. (dt/Kreis Viersen)

Nach der Impfung verbringen die Menschen 30 Minuten zur Beobachtung in der ehemaligen Cafeteria des Krankenhauses und verlassen das Impfzentrum über einen gesonderten Ausgang. Foto: Rheinischer Spiegel

 

3 Kommentare

  1. Hallo und guten Morgen . Meine frage ist wie und wann wird man infomiert wenn man die Impfung bekommt.

    1. Guten Morgen, sobald Sie impfberechtigt sind erhalten Sie eine schriftliche Mitteilung durch die Kassenärztliche Vereinigung/Krankenkasse. Wer diese erhält, kann unter der Rufnummer 116117 einen Termin für eine Impfung in Dülken vereinbaren.

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