Mit dem 106. Schuss zur Kaiserwürde: Peiffer triumphierte im Rahser Schießkeller

Die Infanterie der St. Notburgabruderschaft Viersen-Rahser 1705 hat einen neuen Kaiser. Beim traditionellen Schießen am Samstagabend im Rahser Schießkeller setzte sich Hermann Josef Peiffer mit dem 106. Schuss durch.
Von RS-Redakteur Martin Häming

Viersen-Rahser – Insgesamt 13 Frauen und Männer waren zu dem fairen Wettkampf angetreten und lieferten sich ein spannendes Wettschießen, schließlich steht das Sommerbrauchtum kurz bevor. Am Ende bewies Peiffer die ruhigste Hand und das beste Auge – und durfte sich schließlich über den entscheidenden Treffer freuen. Die Redaktion gratuliert herzlich zur Kaiserwürde!

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Die Geschichte der Infanterie-Gruppe reicht mehr als vier Jahrzehnte zurück. Im Jahr 1984 gründete Gerd Soetermanns aus einer Bierlaune heraus und zugleich aus Protest die damalige „Stübchen-Infanterie“. Der neu gegründeten Gruppierung wurde seinerzeit von vielen Beobachtern nur eine kurze Zukunft prognostiziert. Man gab ihr höchstens ein Jahr. Doch bereits bei der Feier des fünfjährigen Bestehens im Jahr 1989 verstummten auch die letzten kritischen Stimmen. In diese Zeit fällt auch die Umbenennung der „Stübchen-Infanterie“. Seither tritt die Gruppe unter dem Namen „Infanterie-Gruppe Viersen-Rahser 1984“ auf.

Im Laufe der Jahre hat die Infanterie-Gruppe das Schützenleben der Bruderschaft immer wieder geprägt. Mit Kurt Beckers, Alfred Pesch, Raimund Mauer, Hermann-Josef Peiffer und Christoph Oymanns stellte sie bislang fünf Mal den König der Bruderschaft. Ein weiteres Zeichen der Entwicklung setzte die Gruppe im Jahr 2017: Seitdem gehört ein zweiter Zug zur Infanterie, der ausschließlich aus weiblichen Mitgliedern besteht. Der Vorstand der Infanterie-Gruppe wird derzeit von Marcus Mauer als 1. Vorsitzendem geführt.

Übrigens, gefeiert werden darf im Rahser natürlich auch. Das eigene Heimat- und Schützenfest richtet die St. Notburga-Bruderschaft vom 21. bis 24. August aus. (mh)

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