Niederkrüchten lockt mit neuer Hundewiese

Bereits Anfang Dezember wurde auf 8.000 Quadratmetern in Niederkrüchten eine eingezäunte Auslauffläche für Hunde neben der Begegnungsstätte geschaffen. Das zunächst auf zwei Jahre ausgelegte Projekt wird nicht nur gut angenommen, es zeigt auch wo andere Gemeinden noch Nachholbedarf haben.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker und Leo Dillikrath

Niederkrüchten – Kaum hatte der Bauhof Anfang Dezember die letzten Zaunelemente aufgestellt, tummelten sich bereits die ersten schnüffelnden Fellnasen auf der 8.000 Quadratmeter großen Wiese. Die neue Hundewiese in direkter Nachbarschaft zur Begegnungsstätte in Niederkrüchten bietet privaten Hundebesitzern eine Auslauffläche, für die keine Maulkorb- und/oder Leinenpflicht besteht. Eine gewerbliche Nutzung durch Hundeschulen ist nicht gestattet.

Zunächst ist das Projekt auf zwei Jahre ausgelegt, dann wird über die weitere Nutzung entschieden, die bereits jetzt stark nachgefragt wird und sogar Besucher aus dem ganzen Kreis Viersen anzieht. Darunter das Frauchen von Jack Russell Terrier Emily, die regelmäßig mit einer Niederkrüchtener Freundin und ihrer Hündin spazieren geht. „Wir sind begeistert von der Möglichkeit den Hunden mal ohne Leine einen Auslauf zu bieten“, so die 37-Jährige. „Es ist einfach nur traurig, dass die Stadt Viersen trotz mehrfacher Hinweise so etwas nicht umgesetzt hat. Am Hohen Busch wäre dafür doch jede Menge Platz.“

Die Niederkrüchtener Hundewiese bietet zudem eine Hundetoilette mit integriertem Beutelspender und Naturholzbänke, damit die Herrchen oder Frauchen in Ruhe ihren Vierbeinern beim sichtbar glücklichen Spiel zusehen können. Die Gemeinde bittet alle Hundebesitzer, Hundekot selbständig zu beseitigen, um die Nutzung für alle so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Idee hatten einige Hundebesitzer angestoßen, informiert Hermann Derix von der Gemeinde Niederkrüchten auf Nachfrage.

Positives Feedback gibt es ebenfalls von den Landwirten, die stetig mit der Hundekotproblematik auf ihren Feldern konfrontiert wurden. Immer wieder wird vergessen, dass diese Wiesen Privatbesitz sind und der freilaufende Hund mit Wissen des Halters eine Ordnungswidrigkeit nach sich ziehen kann oder die Existenzgrundlage der Landwirte auf dem Spiel steht – zudem weisen immer mehr Fachmediziner auf die wachsende gesundheitliche Gefahr für Kühe und Verbraucher hin, über die wir bereits berichtet haben „Hundekot auf Feldern: Gefahr für Kühe und Verbraucher“. (nb/dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

Ein Kommentar

  1. Finde ich super, schade ist nur, das der Bürgermeister es in Waldniel nich hin bekommt. Es gibt nicht nur Junge Hundebesitzer die mobil sind .

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