Olympia: Faszinierender Blick in eines der bedeutendsten Museen Griechenlands

Das Archäologische Museum in Olympia bietet, neben der benachbarten Ausgrabungsstätte, einen umfassenden Einblick in die griechische Geschichte mit einer beeindruckenden Darstellung der Giebelskulpturen des Zeustempels und der Nike des Paionios.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Olympia/Griechenland/Reisen – Aufwändig gestaltet mit Cippolino-Marmor und modernen Baumethoden in der Tradition einer materialistischen Moderne, bietet das Archäologische Museum in Olympia in zehn Sälen eine umfassende Sammlung historischer Funde. 2003 renoviert, sind die Ausstellungsflächen im Uhrzeigersinn angeordnet – beginnend mit Saal 1, in welchem die geometrische Epoche mit frühen Figuren im Bronzeguss überwiegt.
Diese führen sich in Saal 2 fort, übergehend auf die archaische Zeit sowie dem Akroter (Giebelfirst) des Heratempels. Saal 3 enthält die Rekonstruktion eines Teils des Schatzhauses von Megara mit dem einzigen erhaltenen Bronze-Rammbock. Im vierten Saal erwarten die Besucher unter anderem der Becher des Phidias, ebenso wie der Helm des Miltiades.

Foto: Rheinischer Spiegel

Außergewöhnlich Saal 5, mit seiner Größe und den rekonstruierten Giebelskulpturen des Zeustempels – dem Wagenrennen zwischen Pelops und Oinomaos sowie dem Kampf zwischen den Lapithen und Kentauren an den Hauptseiten, oder den Metopen des Tempels, die die zwölf Arbeiten des Herakles wiedergeben. Kleiner, aber nicht weniger interessant Saal 6, der der Nike des Paionios gewidmet ist. Ursprünglich stand die rund drei Meter hohe Marmorfigur vor dem Zeustempel auf einem Sockel in acht Metern Höhe.
Der Hermes des Praxiteles, eine Statue rund 330 vor Christus, ist in Saal 7 ausgestellt. Die Figur zeigt den nackten Hermes, auf seinem Arm hält der Gott Dionysos als Knaben. Mit der Beendigung des Rundganges in Saal 8 und 9 und weiteren Statuen, darunter das Standbild eines Stiers aus dem Nymphäum des Herodes Atticus, rundet sich der Einblick in die griechische Geschichte ab. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel