Radroute Niederrhein: Von Kempen in die Nachbarschaft

Über 700 Jahre Stadt Kempen, da lohnt sich ein Ausflug über das Kempener Stadtgebiet auf dem Knotenpunktnetz in die Nachbarkreise Wesel und Kleve.

Kempen/Radroute Niederrhein – Die Tour startet am Knotenpunkt (KP) 12 am Parkplatz Breite Straße in Kempen-St. Hubert und führt Richtung Osten zum KP 48.
Auf dem Weg dorthin passieren die Radler den Berfes am Raveshof. Der historische Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert ist das letzte freistehende Exemplar von einst 15 Wehrtürmen im Kempener Land. Die Tour führt auf ruhigen Wegen über den Ortsteil Siebenhäuser zum KP 17. Es geht am ehemaligen Rittersitz Haus Erprath und Heiligenhäuschen vorbei zum KP 80 in Tönisberg.
Etwas abseits liegt die katholische Pfarrkirche St. Antonius mit Missionskreuz aus dem Jahr 1893. Es geht durch den Ortsteil Neufeld und vorbei an einer Vielzahl von Höfen. Die Radler fahren durch das Naturschutzgebiet Niep, verlassen das Radknotenpunktnetz des Kreises Viersen und erreichen im weiteren Verlauf den KP 44 in Vluyn im Kreis Wesel. Am Kreisverkehr führt die Route Richtung Westen nach Schaephuysen. Die Tour verläuft vorbei an Schloss Leyenburg. Der ehemalige Herrensitz wurde erstmalig 1349 als Haus Kieckhorst erwähnt und beherbergt heute ein Hotel.

Die Radler passieren auf dem Knotenpunktnetz des Kreises Kleve die Kirche St. Hubertus in Schaephuysen, die Ende des 19. Jahrhunderts im Stile der Neugotik errichtet wurde, und erreichen KP 76 im Ortsteil Saelhuysen. Es geht weiter Richtung Süden zum KP 74. Auf dem Weg zum KP 37 fahren die Radfahrer an der Stendener Mühle vorbei. Sie wurde 1879/80 als Ersatz für die abgebrannte Bockmühle gebaut und war noch bis 1919 in Betrieb. Heute befindet sie sich in Privatbesitz.
Die Radler fahren durch den Driesbruch und erreichen in Bendheide den KP 41 im Kreis Viersen. Durch die Ortsteile Escheln und Voesch verläuft die Tour Richtung KP 19. Es geht vorbei an Haus Velde. Der ehemalige Gutshof mit Wehrturm und imposantem Tor aus dem 14. Jahrhundert befindet sich heute in Privatbesitz. Am Abzweig Spoosweg folgen die Radler Richtung Süden nach Kempen zum KP 8 am Kuhtor. Der Torturm wurde 1350 erbaut und ist das Einzige noch erhaltene Stadttor. Hier lohnt ein Abstecher in die historische Altstadt mit Patrizierhäusern und Fachwerkbauten sowie einer Vielzahl denkmalgeschützter Bauwerke.
Wieder auf der Route fahren die Radler auf dem Altstadtring über die KP 94 und 10 zum KP 11 am Kempener Bahnhof. Die Tour verläuft über den KP 52 zum KP 13 in Schauteshütte. Es geht weiter Richtung Osten und die Radler erreichen nach rund 41 Kilometern den Ausgangspunkt der Radtour in St. Hubert am KP 12.

Die Knotenpunkte zum Nachradeln:
Parkplatz Breite Straße in Kempen-St. Hubert KP 12 – 48 – 17 – 80 – Kreis Wesel 44 – Kreis Kleve: 76 – 74 – 37 – Kreis Viersen: 41– Richtung 19 – 8 – 94 – 10 –11 – 52 – 13 – 12 – Parkpkatz Breite Straße Kempen-St.Hubert

Der Kreis Viersen bietet jeweils von April bis September eine aktuelle „Radroute des Monats“ an. Sie wird vom Amt für Bauen, Landschaft und Planung ausgearbeitet. Die Routen führen durch alle Teile des Kreises und manchmal auch in die benachbarten Regionen. Der fahrradfreundliche Kreis Viersen zeichnet sich durch ein Netz von mehr als 680 Kilometern ausgeschilderter Radwanderwege aus.