Radroute Niederrhein: Vorbei an Herrensitzen und Höfen

Vorbei an Herrensitzen und Höfen rund um Tönisvorst führt die aktuelle Radtour Niederrhein, die einen Blick zulässt auf Rittersitze, Bergfriede und auf eine Rundscheune, in der Napoleon einst genächtigt haben soll. 

Radroute Niederrhein/Freizeit Los geht es am Wilhelmplatz im Zentrum von St. Tönis am Knotenpunkt (KP) 16 Richtung Westen zu KP 76. Die Radler verlassen St. Tönis und passieren in südlicher Richtung den Forstwald. Auf dem Weg zu KP 1 liegt auf rechter Seite der Stockhof, der vor allem durch sein imposantes Backsteintor beeindruckt.

An den Holterhöfen vorbei folgen die Radfahrer der Route Richtung KP 74 zum Könserhof, Matheshof bis zum Hörmeshof. Dort angekommen biegen die Radler links ab und fahren rechts auf die Hochbendstraße und über die Bahnschienen hinweg. Kurzzeitig wird das ausgeschilderte Radwegenetz verlassen und es geht weiter geradeaus Richtung Tönisvorst bis zum Kehner Weg. Die Route biegt links ab zu KP 79 und vorbei an Groß Lind, einem mittelalterlichen Schöffenhof mit Parkanlage in der sich eine achteckige Rundscheune aus dem 18. Jahrhundert befindet. Napoleon soll einst hier genächtigt haben.

Auf dem Weg durch Stiegerheide in Richtung Kempen zu KP 15 passieren die Radler die Routenburg, deren Eingang westlich der Radroute liegt.  Die ehemalige Hofanlage verfügt über eine Grabanlage und wird heute als Wohnhaus genutzt. Foto: Rheinischer Spiegel

Die Route führt weiter durch Ortsteil Kehn. Die Radler passieren den ehemaligen Rittersitz und Bergfried Gelleshof aus dem 18. Jahrhundert und erreichen in Vorst KP 79. Hier lohnt ein Abstecher zu Haus Brempt, einem Adelssitz aus dem 17. Jahrhundert. Die Strecke führt über ruhige Wege vorbei am Heimershof zu KP 7. Von hier geht es weiter entlang des Landschaftsschutzgebietes Fritzbruch zu KP 58. Die Route verläuft durch Grefrath-Oedt Richtung  KP 33 bis Graverdyck und dort rechts ab zu KP 42. Auf dem Weg durch Stiegerheide in Richtung Kempen zu KP 15 passieren die Radler die Routenburg, deren Eingang westlich der Radroute liegt.  Die ehemalige Hofanlage verfügt über eine Grabanlage und wird heute als Wohnhaus genutzt.

Vorbei am Stiegerhof und Holtenhof erreichen die Radler KP 99. Auf Feldwegen geht es zu KP 85 Richtung Süden nach Tönisvorst. Auf dem Weg zu KP 16 passieren die Radler die Hofanlage Meerhof mit dem gut erhaltenen ehemaligen Wehrturm. Im weiteren Verlauf geht es auch an der Streuffmühle vorbei, dem Wahrzeichen von St. Tönis. Die Turmwindmühle wurde 1769 erbaut und war noch bis 1945 in Betrieb. Die Radfahrer durchqueren den Ortskern von St. Tönis und erreichen nach rund 36 Kilometern wieder den Ausgangspunkt der Tour am KP 16.

Knotenpunkte: 16 – 76 – 1 – (Richtung 74) – 79 – 7 – 58 – (Richtung 33) – 42 – 15 – 99 – 85 – 16

Der Kreis Viersen bietet jeweils von April bis September eine aktuelle „Radroute des Monats“ an. Sie wird vom Amt für Bauen, Landschaft und Planung ausgearbeitet. Die Routen führen durch alle Teile des Kreises und manchmal auch in die benachbarten Regionen. Der fahrradfreundliche Kreis Viersen zeichnet sich durch ein Netz von mehr als 670 Kilometern ausgeschilderter Radwanderwege aus.