Rasen anpflanzen und die perfekte Pflege

Viele Menschen wünschen sich einen schönen und gepflegten Rasen in ihrem Garten. Sieht man einen „perfekten“ Garten mit zusätzlich toller Bepflanzung woanders und beneidet man die Besitzer dafür, steckt darin in der Regel viel Mühe und Arbeit als auch manchmal einiges an Geld.

Service – Häufig ist es aber der Rasen, der einem einen Strich durch die Rechnung macht, wenn man selbst den „perfekten Garten“ umsetzen möchte. Manchmal ist dieser dann ausgetrocknet sowie verbrannt, nicht dicht und gleichmäßig genug oder voller Moos und Wildkräuter.

Ein sattgrüner und üppiger Rasen zwischen Wegen sowie Beeten ist etwas, für das man Arbeit investieren muss. Wählt man von Anfang an für den Standort sowie für die Nutzung die passende Rasensamen-Mischung, kann so ein Wunsch durchaus Wirklichkeit werden, auch wenn man kein professioneller Greenkeeper ist. Voraussetzung ist dann selbstverständlich, dass man sich an die Pflege-Basics, wie beispielsweise regelmäßiger Rasenschnitt, passendes Düngen sowie ausreichendes Bewässern, hält. Wem das aber alles zu viel wird, es ist ja kein Muss und auch eine schöne natürliche Wildblumenwiese hat durchaus ihren Charme und kann das Auge erfreuen.

Foto: Andreas Volz/Pixabay

Nachfolgend nun einige Tipps dazu, einen Rasen richtig anzupflanzen und zu pflegen:

Das Anlegen und Aussäen

Damit ein Rasen auch auf Dauer schön bleibt, sollte man vor dem Anlegen des Rasens eine gute Bodenvorbereitung vornehmen. Rasengräser fühlen sich auf einem lockeren, durchlässigen sowie feinkrümeligen Boden im leicht sauren Bereich am wohlsten. So ist eine lehmige, durchlässige Sanderde mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 ideal. Hat man im Garten eine durch Baumaschinen verdichtete oder tonhaltige Erde, ist es wichtig, dass diese verbessert wird. Sonst könnte man Probleme mit Staunässe und Mooswachstum bekommen. Wichtig ist auch der Standort der Rasenfläche und somit die Belichtung. Rasengräser mögen grundsätzlich Licht und gedeihen in voller Sonne meist am besten. Wichtig ist natürlich hier, auf die Bewässerung an heißen Tagen zu achten.

Der optimale Zeitpunkt für eine Aussaat ist im Frühjahr – ca. Mitte April bis Anfang Mai – oder im Herbst im September. Die Bodentemperatur sollte bei ca. 8 – 12 Grad liegen. Wenn man Rasen aussäen möchte, sollte dabei auf hochwertige Samen geachtet werden, welche auch zum Standort und zu den jeweiligen Bedürfnissen passen. Wer hochwertige Rasensamen kaufen möchte, findet die beispielsweise bei rasensamen-kaufen.de eine umfassende Auswahl. Das Saatgut sollte dann am besten bei Trockenheit verteilt und im Anschluss die Fläche (sie sollte generell nach dem Aussäen feucht gehalten werden) bewässert werden.

Aussähen oder Rollrasen verwenden?

Man kann aber auch als Alternative einen Rollrasen wählen, bei dem es sich dann um einen gekeimtem sowie angewachsenen „Rollteppich“ handelt. Diese Variante ist aber auch wesentlich teurer, als wenn man selbst Hand anlegt und für das Keimen sowie Anwachsen der Rasensamen die Geduld aufbringt. Generell sollte bei beiden Möglichkeiten immer auf Qualitätsprodukte geachtet werden. Auch kann man dazu Fachleute nach dem richtigen Rasen für die Gegebenheiten fragen.

Den Rasen richtig schneiden

Beim Rasenmähen sollte die Schnitthöhe des Mähers richtig eingestellt sein. Diese liegt bei ca. 3,5 cm – 5 cm. Im Schatten sollte sie nicht niedriger als 4,5 cm sein. Umso tiefer man schneidet, umso mehr leidet das Gras. Durch das Schneiden, in der Hauptsaison am besten wöchentlich, bilden die Gräser neue Seitentriebe und so entsteht frisches Grün und Wildkräuter habe keine Chance.

Richtig bewässern

Der Rasen benötigt Wasser, aber wie viel er tatsächlich benötigt, kann man nicht pauschal sagen. Als einfache Regel kann man folgenden Test vornehmen: Wenn man über den Rasen läuft und dieser sich nicht wieder aufrichtet, ist der definitiv zu trocken und benötigt mehr Wasser. Und sicherlich hängt viel davon ab, wie lange Trockenperioden und Hitze anhalten.

Richtig düngen

Eine nachlassende Grünfärbung sowie zu wenig Zuwachs können an einem Nährstoffmangel liegen, es könnte also Dünger fehlen. Dieser enthält meistens Phosphor (P), Stickstoff (N) sowie Kalium (K). Ideal sind spezielle Langzeitdünger, weil diese das Gras über einen langen Zeitraum mit wichtigen Nährstoffen versorgen, sodass der Rasen langsam sowie kontinuierlich wachsen kann.

Vertikutieren

Durch das Vertikutieren werden Unkraut als auch Moos entfernt. Die Grasnarbe wird bei diesem Vorgang angeritzt, das Moos auf der Fläche abgetragen sowie die Bodenbelüftung angeregt, sodass neues Gras wieder wachsen kann. Dies sollte man im Frühjahr als auch im Herbst erledigen.

Den Rasen harken

In der Grasnarbe von der Grünfläche sollte der gelockerte Rasenfilz nach Bedarf gründlich heruntergeharkt werden, damit ein harmonisches Rasenbild entsteht.

Rasen nach-säen und ausbessern

Kahle Stellen im Rasen sollte man am besten gleich nachbessern. Hierfür gibt es spezielle Samen-Mischungen, welche ein schnelles sowie dichtes Nachwachsen möglich machen.

Rasen kalken und sanden

Für ein gutes Graswachstum sollten lehmige Böden mit Sand versetzt werden. Hat der Rasen einen zu niedrigen pH-Wert (erkennbar am Moosbefall) sollte man ihn kalken. Bei lehmigen Böden ist ein pH-Wert von unter 6 zu niedrig und bei sandigen ein Wert unter 5. (opm)