SAGA ließ die Bühne der Gladbacher RedBox erbeben

Wer die Geschichte der Band verfolgt, landet irgendwann Mitte der 1970er Jahre in Toronto. Die kanadische Kult-Rockband zählt zu den Hauptvertretern des Neo-Prog und hat mittlerweile weit über 10 Millionen Exemplare ihrer Alben verkauft.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Mönchengladbach – Schweden, Puerto Rico und Deutschland hat die kanadische Rockband SAGA längst erobert. Angelehnt an den Progressive Rock der 1970er Jahre gehört die Gruppe zu den Hauptvertretern des Neo-Prog und hat bis heute weltweit 21 Studio- und 9 Live-Alben veröffentlicht, von denen über 10 Millionen Exemplare verkauft wurden.

Dass SAGE und Deutschland eine fast untrennbare Verbindung haben und die Rockband schon fast selbstverständlich einen Stopp in der Gladbacher RedBox einlegte, hat eine lange Geschichte, die in das Jahr 1978 zurückreicht. Zu diese Zeit war der kanadische Dollar schwach und die Pressungen der Schallplatten war günstig. So gelangten viele der Alben nach Europa, darunter 10.000 Exemplare des Albums „Saga“, die in Deutschland reißenden Absatz fanden. In 1982 gesellten sich Goldene Schallplatten in Kanada und Deutschland zu dieser Verbindung.

Foto: Rheinischer Spiegel/Sabine Jandeleit – Maris Rietrums

Mit großem Bedauern vernahmen dann die Fans vor einigen Jahren die Ankündigung der Bandauflösung. Fünf Konzerte spielte SAGA 2019 dennoch in Deutschland und stellte dabei das neue Bandmitglied Dusty Chesterfield am Bass vor. Die angekündigten weiteren Konzerte konnten nur noch vereinzelt stattfinden – Corona machte die Tour zunichte.

Sänger Michael Sadler führte die angebliche Bandauflösung an falsch interpretierte Aussagen zurück und die Fans konnten nicht nur aufatmen, es gab im März 2021 mit dem Album „Symmetry“ zudem frischen Wind Akustikversionen bereits veröffentlichter Songs ergänzt um neue Zwischenspiele. Ein Ende ist glücklicherweise als nicht in Sicht und SAGA hat bewiesen, dass die Band nach wie vor tausende Fans euphorisch zum Jubel treiben kann. (ea)

Foto: Rheinischer Spiegel/Sabine Jandeleit – Maris Rietrums