Saisonbedingt mehr Arbeitslose in der Region

„Mit dem Anstieg im Vergleich zum Vormonat war saisonal bedingt zu rechnen“, zeigt sich Dr. Bettina Rademacher-Bensing, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen, nicht überrascht über die aktuellen Zahlen auf dem Arbeitsmarkt im Januar, welche 24.535 arbeitslose Personen im Agenturbezirk ausweisen, eine Steigerung von 998 im Vergleich zum Vormonat.

Region – Immer noch ist das Quartals- und zeitgleich Jahresende ein typischer Kündigungstermin. Ebenso führen zum Jahresende auslaufende befristete Verträge im Januar zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen. „Gegenüber dem Januar des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch pandemiebedingt um 3.546 Personen gestiegen“, erläutert Rademacher-Bensing weitere Eckwerte. „Der Arbeitsmarkt befindet sich insgesamt noch in einer stabilen Verfassung, auch wenn im Februar saisontypisch mit einer weiteren Steigerung der Arbeitslosigkeit gerechnet werden muss“, lautet ihr Resümee für den Januar und der Ausblick auf die weitere Entwicklung.

Der Zugang zur Kurzarbeit lag im Januar bei 602 Anzeigen mit 6.579 Personen*. „Hier machen sich die pandemiebedingten Einschränkungen in einigen Branchen weiter bemerkbar. Ingesamt stabilisiert das Instrument der Kurzarbeit den Arbeitsmarkt“, erläutert Rademacher-Bensing. Die Hauptzugangsmonate waren mit weitem Abstand April und Mai. Die realisierte Kurzarbeit lag im April bei etwa 29.000 Personen, im Mai bei etwa 27.000 Personen im Agenturbezirk.
* die Januardaten sind vorläufig mit Datenstand 25. Januar 2021

Aktuell werden im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld 9.272 Menschen von der Arbeitsagentur betreut (587 mehr als vor einem Monat).
15.263 Arbeitslose (411 mehr als im Dezember) sind in Betreuung der Jobcenter Krefeld und Kreis Viersen. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Bezirk jetzt bei 8,6 Prozent (0,3 Prozentpunkte über Dezember; 1,2 Prozentpunkte unter Januar 2020).

In der Stadt Krefeld liegt die Arbeitslosigkeit aktuell bei 11,6 Prozent (Dezember 2020: 11,2 %, Januar 2020: 10,2 %), im Kreisgebiet Viersen nun bei 6,3 Prozent (Dezember 2020: 6,0%, Januar 2020: 5,2 %).

Die Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen im Kreisgebiet:

Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst): 5,1 Prozent (Vorjahr: 4,1%)
Nettetal (Nettetal, Brüggen): 6,3 Prozent (Vorjahr: 5,6%)
Viersen (Stadt Viersen, Willich, Niederkrüchten, Schwalmtal):
6,9 Prozent (Vorjahr: 5,7%)

Der Bestand an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen liegt im Januar dieses Jahres bei 4.764 Stellen (88 mehr im Vergleich zum Vorjahr).

„Die Nachfrage nach Fachkräften ist weiter da und verschwindet nicht durch die Pandemie. Der gemeldete Stellenbestand zeigt weiter die grundsätzliche Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarkts“, richtet Rademacher-Bensing ihren Blick auf die nächsten Monate. (opm)