Die Stadtbibliothek Mönchengladbach zu Gast in Roermond – und mittendrin: eine inspirierende Zukunft für europäische Bibliotheksarbeit. Beim Besuch in der Partnerstadt standen Austausch, neue Ideen und ein transnationaler Blick auf Bildung im Mittelpunkt.
Mönchengladbach – In der niederländischen „Bibliotheek Bibliorura“ öffnete das Leitungsteam rund um Jeanine Deckers seine Türen für Gäste aus Deutschland. Yilmaz Holtz-Ersahin, Leitung der Stadtbibliothek Mönchengladbach, und Paul Palmer, der bis Ende Juli als Harvard-Student in der Bibliothek Mönchengladbach hospitiert, erhielten Einblick in die Konzepte und Projekte der Roermonder Kolleg*innen – von digitalen Services bis hin zu Community-Arbeit.
Aus dem lebendigen Austausch erwuchs mehr als ein Blick über die Grenze: Der Grundstein für eine dauerhafte Ideenwerkstatt zwischen beiden Bibliotheken ist gelegt. Ob in Form gegenseitiger Hospitanzen oder gemeinsamer Workshops – die Vision eines kreativen und praktischen Wissenstransfers wurde in Roermond geboren und soll fortgesetzt werden.
Einen besonderen Impuls gab Paul Palmer dem Team der Roermonder Bibliothek: die Vorstellung der Workshop-Reihe „Pre-Texts“, die in diesem Sommer erstmals in der Stadtbibliothek Mönchengladbach erprobt wurde, mit großzügiger Unterstützung durch die Elfriede-Kürble-Stiftung. Gemeinsam mit der Künstlerin Daniela Flörsheim und dem Künstler Roland Wolf kamen dabei Kinder, Familien und Schulklassen spielerisch und gestalterisch mit Literatur in Berührung – ein Zugang zu komplexen Texten, der Lernen als kreativen Akt versteht.
„Pre-Texts“, von der UNESCO als friedensfördernde Lernmethode anerkannt, ist weit mehr als ein Leseprojekt – es ist ein Ansatz, der Kunst, Literatur und gesellschaftliches Lernen verbindet.
Für 2026 ist der Ausbau der Pre-Texts-Workshops im medienpädagogischen Umfeld Mönchengladbachs geplant – und der weitere Ausbau der Kooperation mit Roermond bereits im Gespräch.
Das Projekt „Grenzenloser Bibliotheksaustausch“ wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland sowie seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) kofinanziert. (opm)





