Der 7. Ra(h)ser Run hat gehalten, was er im Vorfeld versprach – und sogar noch mehr: Mit rund 1.200 Läuferinnen und Läufern verzeichnete die beliebte Veranstaltung der LG 47 Viersen nicht nur einen neuen Teilnehmerrekord, sondern avancierte auch erneut zu einem Sportevent mit Herz. Besonders die Schulmeisterschaften sorgten für Begeisterung – ein historischer Anmelderekord belegt eindrucksvoll, welchen Stellenwert der Laufsport mittlerweile in den Viersener Schulen genießt.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Martin Häming
Viersen-Rahser – Bereits am Sonntagvormittag war rund um das Gelände der Anne-Frank-Gesamtschule kaum ein Durchkommen: Familien, Fans, Sportlerinnen und Sportler verwandelten das Areal in ein lebendiges Sportzentrum. Pünktlich fiel dann auch der Startschuss zur Veranstaltung, und wenig später gingen die jüngsten Teilnehmer beim Bambinilauf auf die 1-Kilometer-Runde – oft begleitet von Eltern oder älteren Geschwistern am Rand sowie angefeuert von einem dichten Spalier an Zuschauern. „„Ich war total aufgeregt vor dem Start, aber als wir losgelaufen sind, hat es richtig Spaß gemacht. Alle haben uns angefeuert, das hat voll motiviert. Und dass wir als Schule so viele waren, war einfach cool – wie ein Teamgefühl“, lachte Schülerin Marie.

Ein besonderer Fokus lag – wie bereits in den vergangenen Jahren – auf den Viersener Stadtmeisterschaften der Schulen, die inzwischen fester Bestandteil des Ra(h)ser Run sind. Die Resonanz übertraf in diesem Jahr alle Erwartungen: Bereits vor Ablauf der Online-Meldefrist hatten sich mehr Schulen angemeldet als je zuvor. Besonders erfreulich: Auch im Langstreckenbereich ist die Teilnahmequote deutlich gestiegen. Das unterstreicht nicht nur die Bedeutung des Events, sondern auch das wachsende Engagement der Schulen im Bereich Sport und Bewegung. „„Wir wohnen nur ein paar Straßen weiter und sind jedes Jahr dabei – selbst wenn niemand von uns mitläuft. Die Stimmung ist einfach klasse, und man trifft hier die halbe Nachbarschaft. Das ist nicht nur Sport, das ist Gemeinschaft“, unterstrich Thomas K., Vater und Zuschauer.
Das Wettbewerbsformat in Form einer Mannschaftswertung – bei der die fünf schnellsten Zeiten jeder Schule addiert werden – sorgte für Spannung und Teamgeist zugleich. Die Sieger wurden mit großem Applaus gefeiert, doch auch alle anderen durften sich als Gewinner fühlen.

Ob Bambini, Hobbysportler oder ambitionierter Zehn-Kilometer-Läufer – der Ra(h)ser Run bot auch in seiner siebten Auflage wieder ein breit gefächertes Angebot. Die offiziell vermessenen, flachen Rundkurse rund um die Anne-Frank-Gesamtschule luden sowohl zum Genießen als auch zum Jagen persönlicher Bestzeiten ein. Viele Athletinnen und Athleten nutzten die Gelegenheit, sich auf dem schnellen Asphalt zu messen – nicht wenige mit beeindruckendem Erfolg. Doch nicht nur auf der Strecke war sportlicher Ehrgeiz zu spüren: Auch am Rand gaben die Zuschauerinnen und Zuschauer alles. Mit selbstgebastelten Schildern, rhythmischem Klatschen und lautstarken Anfeuerungsrufen sorgten sie für eine Atmosphäre, die man sonst eher von Großevents kennt.
Was den Ra(h)ser Run so besonders macht, ist sein inklusiver Charakter. Hier laufen alle mit – unabhängig von Alter, Fitness oder Erfahrung. Der familiäre Geist der Veranstaltung wurde an jeder Ecke spürbar: bei Eltern, die ihre Kinder ins Ziel jubelten, bei älteren Teilnehmern, die den Applaus der Menge genossen, oder bei ganzen Nachbarschaften, die am Streckenrand gemeinsam feierten.
Ebenfalls organisatorisch zeigte sich die LG 47 Viersen erneut als eingespieltes Team. Von der Anmeldung über die Streckensicherung bis hin zur Zielverpflegung lief alles reibungslos. Ein engagiertes Helferteam, zahlreiche Ehrenamtliche und Unterstützer aus dem Stadtteil machten den Tag zu einem rundum gelungenen Ereignis. (sk)





