Sport in Viersen: Tai Chi – Gesunde Langsamkeit

Die ruhigen Bewegungen der Teilnehmer verlaufen fast synchron, kaum hört man eine Atmung. Im Spiegel achtet Marion Gruteser genau auf jeden Einzelnen, während sie zur nächsten Übung ansetzt. Sie leitet die Tai Chi-Gruppe, die sich im Budo-Club-Viersen e. V. steigender Beliebtheit erfreut.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen – Folgt die Historie der Legende, kreierte der taoistische Mönch Zhang Sanfeng Tai Chi Chuan im 13. Jahrhundert an einem Shaolintempel. Erstmals belegte Dokumente reichen als Kampfkunst in das 17. Jahrhundert zurück. Hier entwickelte Chen Wangting den Chen-Stil, der das Fundament für den Yang Stil bildete, der von einem Schüler gestaltet wurde. Dieser bildet die Grundlage für den heute verbreiteten Tai Chi Chuan Stil, der zunächst im kommunistischen China verboten wurde und in den 50er Jahres des 20. Jahrhunderts als vereinfachte 24-Folge-Form ausgearbeitet wurde. Heute gehört diese Form zu den am häufigsten angewendeten Bewegungen weltweit.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

„Tai Chi fördert die Durchblutung des Körpers, Haltungsschäden wie Verkrampfungen oder Rückenschmerzen werden gelindert und der Übende merkt nach einiger Zeit spürbares körperliches und geistiges Wohlbefinden“, erklärt Marion Gruteser, die seit einiger Zeit Tai Chi in den Räumen des Budo-Clubs-Viersen e. V. an der Clörather Straße 1-3 in Viersen anbietet. Marion Gruteser lernte den Verein vor mittlerweile zwanzig Jahren mit ihrer damals 5-jährigen Tochter kennen und ist heute aus dem Budo-Club nicht mehr wegzudenken.

Seit 2012 ist sie zweite Vorsitzende des Vereins, übernahm als vollzeitbeschäftigte Frau nach der Arbeit alle administrativen Büroarbeiten und organisierte im Hintergrund. Vor fünf Jahren nahm sie erstmals an einem Tai Chi-Unterricht teil und begann ihr Wissen zu festigen. Seit 2018 erhält sie privat Unterricht vom Großmeister Toni Finken Schaffrath, dem Präsident der WMAA-ROC Europa, und gibt nun seit August 2019 ihr erlerntes Wissen weiter. In diesem Jahr folgte der Trainerschein F der WMAA-ROC, aktuell arbeitet sie bereits an den weiterführenden Trainerscheinen und den Tai Chi-Formen mit Schwert und Fächer.

„Es handelt sich um die bewusste Erfahrung des eigenen Körpers, die ohne große körperliche Anstrengung, aber dafür mit einer gehörigen Portion Konzentration zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens führt“, ergänzt Gruteser und lädt herzlich zu einem Probetraining ein, welches auf budoclubviersen.de angefragt werden kann. (ea)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

 

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