Entlang der Hageau-Promenade hat die Stadt Viersen in den letzten Tagen die ersten Laternen abgebaut. Über 80 Laternen sind so mittlerweile entfernt worden, bis Ende des Jahres sollen weitere Masten folgen, denn rund 140 Laternen gelten bisher als nicht mehr standsicher.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman
Viersen – Gut, der „Hunde-Urin“-Vorfall in Viersen hat bundesweit für Lacher gesorgt. Nicht nur in der Carolin-Kebekus-Show wurde Viersen ins Rampenlist gerückt, auch die Redaktion des Rheinischen Spiegels geizte nicht mit Satire. Auf der anderen Seite bringt der Vorfall jedoch auch viel Arbeit für die Stadt Viersen, die mittlerweile über 80 Laternen auf einer Höhe von 1,30 Meter abgebaut hat. Diese sind zudem nicht die einzigen, die nach 17 Jahren beseitigt werden müssen und so werden bis Dezember weitere Laternenmasten folgen.
Ausgesprochen wurden die Sicherheitsbedenken, nachdem im Mai eine Laterne an der Hageau-Promenade bei einem Sturm abgeknickt war. Mittlerweile wurden Prüfungen bei über 900 Laternen vorgenommen, 137 davon wurden als nicht standsicher markiert. Da der hinzugezogene Gutachter nur eine Standsicherheit bis Ende Mai attestierte musste dringend gehandelt werden. Als „tierische Sachbeschädigung“ sind die Vorfälle gekennzeichnet, klarer ausgedrückt: Es liegt am Hunde-Urin. „Das Ammoniak im Hundeurin, Salze, Wasser und das Aluminium reagieren miteinander. Diese chemische Reaktion führt zu Korrosion. Im Ergebnis schwächt dies den Mast so sehr, dass er nicht mehr standsicher ist. Kommen weitere Umstände hinzu, beispielsweise starker Wind, knickt der Mast ab“, so die Stadt Viersen.
Insbesondere an der Hageau-Promenade seien Laternen mit dieser Problematik aufgefunden wurden und eigentlich sollten die mindestens 30 Jahre halten. Zwar kenne die Stadt Viersen keine andere Kommune mit solchen Problemen, man prüfe allerdings aktuell, ob der Hersteller bei den Schäden haftbar gemacht werden kann, schließlich liegen die Kosten pro Laterne bei bis zu 300 Euro. (ea)





