Bereits Ende Juni wurden zwei ganz besondere Fahrzeuge offiziell zu Schutzorten des Projekts „gemeinsamSICHER“ erklärt: Der Streetworkbus und der Spielbus der Stadt Viersen tragen nun stolz den entsprechenden Aufkleber – gut sichtbar für Kinder und Jugendliche, die Unterstützung suchen. Damit betreuen Claudia Lausberg und Tobias Wilhelm die ersten beiden mobilen Schutzorte im gesamten Kreis Viersen.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker
Kreis Viersen/Viersen – Das Projekt gemeinsamSICHER ist eine Kooperation des Gesundheitsamts und des Jugendamts im Rahmen des Netzwerks Gesunde Kommune Kreis Viersen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen im Kreisgebiet niedrigschwellige Anlaufstellen zu bieten, an die sie sich in Notsituationen wenden können – sei es bei Unsicherheiten auf dem Schulweg, nach einem Sturz, einem verpassten Bus oder bei psychosozialen Problemen.
Diese Schutzorte sind leicht zugängliche Einrichtungen im öffentlichen Raum – etwa in Fußgängerzonen, im Ortskern oder entlang von Schulwegen. Sie sind tagsüber geöffnet und durch Lotsen betreut. Der Streetworkbus und der Spielbus erweitern dieses Angebot nun auf die Straße – mobil, flexibel und immer nah dran am Alltag junger Menschen.
Doch das Projekt geht noch weiter: Neben dem Bereitstellen solcher Schutzräume werden Kinder und Jugendliche auch aktiv in Schulen und Jugendzentren über Hilfsangebote informiert und für Handlungsmöglichkeiten in Krisensituationen sensibilisiert. So soll ein Beitrag zu gesellschaftlicher Verantwortung und einem respektvollen Miteinander geleistet werden.
Zum einen bieten sie unmittelbare Hilfe bei Alltagsproblemen, zum anderen dienen sie bei Bedarf als Vermittler zu professionellen Beratungsstellen. Alle teilnehmenden Orte erhalten dazu nicht nur einen gut sichtbaren Aufkleber mit dem Logo von gemeinsamSICHER, sondern auch Handreichungen, Schulungen und Kontaktlisten, um bestmöglich unterstützen zu können.
Eine Übersicht aller aktuellen Schutzorte im Kreis Viersen sowie weitere Informationen finden Interessierte online unter: www.kreis-viersen.de/gemeinsamsicher. Mit den beiden mobilen Schutzorten ist nun ein weiterer Schritt getan, um Kinder und Jugendliche im Kreis Viersen sicher und geschützt durch ihren Alltag zu begleiten. (nb)

