Stadt priorisiert Neubau von Sporthallen zur Sicherung des Schulsports

Die Stadt Mönchengladbach steht vor einem wachsenden Mangel an Hallenkapazitäten für den Schulsport. Vor diesem Hintergrund treibt die Verwaltung die Planung neuer Sporthallen gezielt voran.

Mönchengladbach – Ziel ist es, ihrer gesetzlichen Pflichtaufgabe nachzukommen und ausreichend Hallenzeiten für einen verlässlichen und qualitativ hochwertigen Sportunterricht bereitzustellen. Das geht aus einer aktuellen Beratungsvorlage hervor, die nun in den politischen Gremien beraten wird.
Die Stadt ist als Schulträger verpflichtet, die für einen ordnungsgemäßen Unterricht notwendigen Sportstätten bereitzustellen. Steigende Schülerzahlen haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die vorhandenen Hallenkapazitäten vielerorts nicht mehr ausreichen. Bereits im laufenden Schuljahr bestehen in mehreren Plangebieten Unterversorgungen. Prognosen zeigen, dass der Bedarf weiter wächst und in den kommenden Jahren mindestens vier neue Dreifachturnhallen erforderlich sein werden.

Auf Basis umfassender Kapazitätsberechnungen und Standortprüfungen schlägt die Verwaltung vor, die weitere Planung zunächst auf die besonders betroffenen Plangebiete Hardterbroich/Pesch und Mülfort-Dohr zu konzentrieren. Dort sollen vorrangig Machbarkeitsstudien für den Neubau von Sporthallen durchgeführt werden. Weitere Standorte, etwa im Bereich Waldhausen/Westend, sollen im Rahmen einer Gesamtbetrachtung geprüft werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden anschließend den politischen Gremien zur Beratung und Entscheidung vorgelegt.
Die Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport Christiane Schüßler betont dabei die klare Priorität: „Unsere erste Aufgabe ist es, den Schulsport abzusichern. Kinder sowie Jugendliche haben einen Anspruch auf regelmäßigen, verlässlichen Sportunterricht – und dafür brauchen wir ausreichend Hallenkapazitäten. Dieser Pflicht kommen wir nach.“

Gleichzeitig macht sie deutlich, dass auch die Belange der Sportvereine im Blick bleiben: „Natürlich wissen wir, wie wichtig die Hallen auch für den Vereins- und Breitensport sind. Wo immer es möglich ist, wollen wir Mehrfachnutzungen mitdenken, damit auch die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt von den Neubauten profitieren können.“

Die Verwaltung bereitet mit der Vorlage die fachliche Grundlage für die nächsten Schritte vor. Über Prioritäten, konkrete Standorte und die Bereitstellung der notwendigen Haushaltsmittel entscheiden letztlich die politischen Gremien der Stadt. Entsprechende Beschlüsse werden in den kommenden Wochen in den zuständigen Ausschüssen beraten.

Hier der Link zur Vorlage „Hallenkapazitäten im Schulsport – Standortpriorisierung zum Neubau von Sporthallen im Gremieninformationsdienst“
https://ris-moenchengladbach.itk-rheinland.de/sessionnetmglbi/vo0050.asp?__kvonr=20753 (opm)