Viersener Reinhard Ulbrich erhält höchste Sportauszeichnung des Landes

Eine besondere Ehre wurde dem Viersener Reinhard Johannes Ulbrich am gestrigen Mittwoch in der Landeshauptstadt Düsseldorf zuteil: Staatssekretärin Andrea Milz verlieh ihm im feierlichen Rahmen die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen – die höchste Auszeichnung, die das Land für Verdienste im Sport vergibt. Gemeinsam mit 19 weiteren Engagierten aus ganz Nordrhein-Westfalen wurde Ulbrich für seinen außergewöhnlichen Beitrag zur Entwicklung des organisierten Sports geehrt.
Von RS-Redakeurin Sabrina Köhler

Viersen/Düsseldorf – In Anwesenheit zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Politik und Ehrenamt hob Staatssekretärin Milz gemeinsam mit der Vizepräsidentin Breitensport des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Dr. Eva Selic, die Bedeutung des Engagements der Geehrten hervor. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr erstmals auch im Zeichen des jungen Ehrenamts: Erstmals wurden Personen unter 27 Jahren ausgezeichnet, um das Engagement junger Menschen sichtbarer zu machen und die Bedeutung des Ehrenamts für kommende Generationen hervorzuheben.

Foto: Land NRW

„Die Änderung des Stiftungserlasses und die Berücksichtigung von jungen Engagierten ist ein wichtiger Schritt, um Ehrenamt sichtbarer und zukunftssicher zu machen“, so Staatssekretärin Andrea Milz. „Die Ausgezeichneten gehen als Vorbilder voran und sorgen mit ihrem unermüdlichen Einsatz dafür, dass der Sport in Nordrhein-Westfalen so vielfältig ist. Es freut mich zu sehen, wie über den Sport Generationen miteinander verbunden werden und die Stärke der Gemeinschaft wächst. Ich gratuliere allen Engagierten für die außerordentlichen Verdienste.“

Für Reinhard Johannes Ulbrich ist die Auszeichnung ein Höhepunkt einer jahrzehntelangen ehrenamtlichen Laufbahn, die weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus wirkt. Seit dem Jahr 2000 steht der gebürtige Viersener an der Spitze des Stadtsportbundes Remscheid. Unter seiner Leitung wurde der Verband kontinuierlich modernisiert und als zentrale Anlaufstelle für Vereine, Sporttreibende und Ehrenamtliche gestärkt. Besonders in Zeiten struktureller Veränderungen im Breitensport setzte Ulbrich wichtige Impulse, um lokale Sportförderung, Digitalisierung und Vereinsentwicklung miteinander zu verbinden.

Auch auf Landesebene hat Ulbrich den Sport in Nordrhein-Westfalen entscheidend geprägt. Von 2012 bis 2024 war er Vizepräsident und Sprecher der Stadt- und Kreissportbünde im Landessportbund NRW. In dieser Funktion setzte er sich für eine bessere Vernetzung der kommunalen Sportstrukturen ein und förderte den Austausch zwischen Ehrenamt, Verwaltung und Politik. Maßgeblich beteiligt war er an Initiativen zur Professionalisierung der Geschäftsstellen der Bünde und zur Stärkung der finanziellen und organisatorischen Basis des Ehrenamts im Sport.

Darüber hinaus engagierte sich Ulbrich in zahlreichen Gremien und Ausschüssen, etwa im Präsidium des Landessportbundes NRW und in der Sporthilfe NRW. Seine Expertise war auch bei der Vergabe der Landes-Sportplakette gefragt – jenes Ehrenzeichens, das er nun selbst in Anerkennung seiner Verdienste erhielt. Damit schließt sich für den Viersener ein symbolischer Kreis: vom Mitgestalter der Auszeichnung zum Träger derselben.

Abseits seiner organisatorischen Aufgaben ist Reinhard Johannes Ulbrich seit vielen Jahren ein leidenschaftlicher Befürworter nachhaltiger Mobilität. Als begeisterter Radfahrer bringt er seine praktischen Erfahrungen in die Förderung der Radverkehrsfähigkeit nordrhein-westfälischer Städte und Gemeinden ein. Mit seinem Engagement verbindet er Sport, Umweltbewusstsein und Gemeinwohlgedanken auf beispielhafte Weise. Für sein langjähriges Engagement wurde er unter anderem zum Ehrenmitglied des Landessportbundes NRW ernannt. Für Reinhard Johannes Ulbrich reiht sich die Landesauszeichnung in eine beeindruckende Liste früherer Ehrungen ein. Bereits zuvor war er für seine Verdienste zum Ehrenmitglied des Landessportbundes NRW ernannt worden. (sk)

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