Radroute Niederrhein: Von Kirchturm zu Kirchturm

Das Amt für Bauen, Landschaft und Planung des Kreises Viersen hat eine neue Radroute ausgearbeitet. Die Tour führt vom Parkplatz an der Waldnieler Pfarrkirche St. Michael, Markt 15, zu den Kirchen im Westkreis.

Radroute Niederrhein/Freizeit – Vom Startpunkt geht es zunächst Richtung Osten zum Knotenpunkt (KP) 24. Etwas abseits der Strecke liegt auf dem Weg zum KP 29 Haus Klee, welches Mitte des 14. Jahrhunderts erstmalig urkundlich als Rittersitz erwähnt wurde. Vom KP 29 in Lüttelforst verläuft die Tour weiter Richtung KP 10. Die Radler erklimmen den Lousberg im Naturschutzgebiet Raderveeks Bruch und Lüttelforster Bruch.

Es geht bergab Richtung Pannenmühle. Die Tour führt über die Schwalm hinweg und die Radler fahren durch Niederkrüchten. In Oberkrüchten erreichen sie den KP 10 an der katholischen Kirche St. Martin. Die Kirche ist ein einschiffiger Barockbau mit spätgotischem Chorraum aus dem 15. Jahrhundert. Das Kirchenschiff wurde im 17. Jahrhundert erbaut, der Turm um 1900. Die Radler verlassen Oberkrüchten und erreichen KP 21. Es geht weiter vorbei an Feldern und durch Wälder.

Auf dem Weg zum KP 26 in Niederkrüchten-Elmpt passieren die Radler das Herrenhaus Haus Elmpt mit seinem barocken Torturm aus dem 18. Jahrhundert. Haus Elmpt befindet sich heute in Privatbesitz. Die Tour führt Richtung Norden in den Ortsteil Overhetfeld. Am KP 39 befindet sich die Kapelle St. Maria an den Heiden. Sie wurde erstmals Anfang des 17. Jahrhunderts erwähnt. Die ursprüngliche Wallfahrtskapelle beherbergt einen kostbaren flandrischen Schnitzaltar. Dieser wurde etwa um 1530/1540 in Antwerpen hergestellt. Die Kapelle kann nach Vereinbarung besichtigt werden.

Die Route durchquert das Naturschutzgebiet Dilborner Benden. Auf ruhigen Wegen führt die Tour zum KP 27 im historischen Ortskern von Brüggen. Hier steht das Kreuzherrenkloster mit der heutigen Klosterkirche Sankt Nikolaus. 1751 brannte die ehemals gotische Kirche aus, wurde jedoch als barocke Saalkirche bis 1756 neu errichtet. Das ehemalige Kloster beherbergt heute das Rathaus der Burggemeinde. Die Tour führt weiter zum KP 90 in Brüggen-Born. Auf dem weiteren Weg zum KP 28 passieren die Radler die Kirche Sankt Peter in Born, die im Jahre 1136 erstmalig urkundlich erwähnt und 1433/34 durch einen Anbau des Chores im Stil der deutschen Sondergotik erweitert wurde. Ältestes Ausstellungsstück ist der Taufstein aus Namurer Blaustein aus dem 13. Jahrhundert.

Es geht über den KP 9 zum KP 65 in Dilkrath an der katholischen Kirche St. Gertrudis – eine dreischiffige Backstein-Säulenbasilika, die im Jahr 1460 errichtet wurde. Im weiteren Verlauf passieren die Radler den Mühlenturm und erreichen KP 38 in Schwalmtal-Amern. Auf ruhigen Wegen geht es durch das idyllische Kranenbachtal zurück nach Waldniel. Nach rund 33 Kilometern erreichen die Radfahrer am Ausgangspunkt die katholische Kirche St. Michael. Sie wurde im neugotischen Stil um 1880 erbaut. Aufgrund des 84 Meter hohen Glockenturms mit den weit ausladenden Wasserspeiern wird die Kirche im Volksmund „Schwalmtaldom“ genannt.

Die Knotenpunkte zum Nachradeln
Markt Waldniel – 24 – 29 – 10 – 21 – 26 – 39 – 27 – 90 – 28 – 9 – 65 – 38 – Markt Waldniel

Der Kreis Viersen bietet jeweils von April bis September eine aktuelle „Radroute des Monats“ an. Sie wird vom Amt für Bauen, Landschaft und Planung ausgearbeitet. Die Routen führen durch alle Teile des Kreises und manchmal auch in die benachbarten Regionen. Der fahrradfreundliche Kreis Viersen zeichnet sich durch ein Netz von mehr als 670 Kilometern ausgeschilderter Radwanderwege aus.