Aufblasbare Rettungsringe wehten im Wind, gelbe Sonnen lachten unter den Zeltdächern, und zwischen Grillduft und Cocktails lag über allem ein Hauch von „Muhre-Soat“: Das Sommerfest des Festausschusses Süchtelner Karneval 1960 e.V. auf dem Gelände der Firma Fander verwandelte sich am Samstag in ein fröhliches Miteinander von Jecken, Freunden und Gästen aus Nah und Fern.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler, Rita Stertz und Martin Häming
Soetele – Es war mehr als nur ein gemütliches Beisammensein – es war ein Wiedersehen der karnevalistischen Familie. Natürlich ließ sich das Süchtelner Dreigestirn nicht entgehen mit jecker Vorfreude zum Mikrofon zu greifen und auch die designierten Prinzenpaare aus Viersen und Dülken schauten vorbei. Ebenso das Kinderprinzenpaar aus Süchteln strahlte mit der Sonne um die Wette, sobald Petrus zwischen den Regenschauern kurz den Vorhang aufriss. Zu den karnevalistischen Gästen gesellte sich auch Fabio Böhmer, der erste Bacchus der Süchtelner Friedensstraße.

Die vielen befreundeten Vereine, die ihre Grüße und gute Laune mitbrachten, machten das Fest zu einem echten gesellschaftlichen Höhepunkt im jecken Kalender. Doch nicht nur die Karnevalsgrößen gaben sich die Ehre: Unter den Gästen begrüßte man auch den CDU-Bürgermeisterkandidaten Christoph Hopp, Ortsbürgermeister Wolfgang Genenger und Vertreter der Viersener Grünen.

Ein besonderer Moment des bunten Nachmittags war übrigens die Präsentation der neuen einheitlichen Jacken der Süchtelner Tanzgarde, die mit Stolz von Monika Kirmes, Schatzmeisterin des Festausschusses, mit passendem Model präsentiert wurden. Ja, so ein Fest lebt natürlich von seinen Menschen – und von den Leckereien!
Die Prinzengarde Süchteln hatte die Grillzange fest im Griff und servierte knusprige Spezialitäten, darunter die heiß begehrten Pfannenkartoffeln, die schneller genossen wurden als man „Muhre-Soat“ rufen konnte. Wer es süßer mochte, fand bei der Kapellengarde Kaffee und goldbraune Crêpes, die nach Sommer und guter Laune schmeckten. Für die passende Erfrischung sorgten die Webergarde mit fruchtigen Cocktails und die fleißigen Zapfer, die dafür sorgten, dass die Biergläser nie lange leer blieben. Musikalisch führte zudem gekonnt DJ Michi durch den Tag.

Hinter den Kulissen wirkte eine große Zahl an freiwilligen Helferinnen und Helfern, die aufgebaut, gegrillt, eingeschenkt, dekoriert und später auch wieder abgebaut haben. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre das Sommerfest kaum möglich gewesen. Vorsitzender Udo Pöltzig nutzte daher in seiner Rede auch den Moment um Danke zu sagen. Zwischen Regenwolken und Lachen wagte er zudem den Blick nach vorn. Die bisher gesammelten Gelder für karnevalistische Aktivitäten machen Mut, und die Freude auf die kommende Session ist greifbar.
„Wenn Petrus schon nicht das Sommerfest trocken hält, dann soll er wenigstens am Rosenmontag sein Jeckenherz zeigen“, hieß es augenzwinkernd zwischen den Karnevalisten. Zu diesem Wunsch schickt die Redaktion ein dreemoal kräftiges, unterstützendes Soetelsche Muhre-Soat, denn der Countdown für die kommende Session ist längst gestartet und sie wird, wie es sich gehört, sicher wieder jeck und unvergesslich grandios. (sk)





