29. Mariechenabend in Mönchengladbach

Niklas Quade, der Kinderhoppeditz der Stadt Mönchengladbach, begrüßte als Eisbrecher die Mariechen der Stadt im Saal Loers mit seinem Lied „Jetzt geht’s wieder los“, denn Karneval ist nur einmal im Jahr. Hierauf ging die Moderatorin und Leiterin des Fachbereichs Kinder-, Jugend- und Schulkarneval, Dagmar Gaden sofort ein und erklärte, dass dieser Nachmittag auch nur einmal im Jahr sei. Dies ist nur aber möglich mit Unterstützung der Volksbank Mönchengladbach, die von Franz Meurers und Markus Schmitz vertreten wurde.

Mönchengladbach – Dr. Markus Hardenack, der im Wechsel mit Dagmar Gaden die Moderation übernahm, bedankte sich bei der Presse, die es erst ermöglicht, dass alle von diesem Termin erfahren.

Mittlerweile war der von den Kindern heiß geliebte Bernie, das Maskottchen des MKV, auf die Bühne gekommen. Auf die Fragen von Hardenack, ob er singen oder eine Büttenrede halten wolle, kam immer nur ein Nein. Bei der Frage, ob er denn tanzen möchte, sprang er vor Freude in die Luft und schon begann er mit seinem Tanz, der von allen im Saal kräftig mitgemacht wurde.

Die erste Amtshandlung von Niklas war dann, Bernie von der Bühne und die Kinderprinzengarde auf die Bühne zu begleiten.

►Da die Kinder in der Garde von ihren Betreuern gut gepflegt werden, waren sie fit genug, um zu tanzen. Nach dem Abzählen kam natürlich vom Letzten der Spruch „kinner mi do“. Dann führten sie ihren Gardetanz auf, an dem auch Kinderprinz Lukas teilnahm. Prinzessin Lara und Adjutant Yannick waren leider nicht dabei, da sie mit einer schweren Erkältung zu Bett lagen. Auch die Solomariechen Lea und Lea zeigten ihr musikalisches und tänzerisches Können.

Hardenack wurde es beim Zusehen schon so richtig warm und dann bat er die Kinder, seinen Lieblingstanz noch aufzuführen und zwar den Stippeföttchen, bei dem er dann ebenfalls mit Dagmar Gaden mittanzte.

◄Weiter ging es mit sechs Mädchen in blau-weißen Kostümen der KG Eisenbahner. Sie hatten ihren neuesten Tanz mit Hebefiguren oder aus dem Stand ins Spagat mitgebracht. Dass sie noch Luft hatten, zeigten sie mit ihrer Zugabe. Nach ihrem Schlachtruf „Puff, Puff, Puffer“ meinte Hardenack, dass sie so getanzt hätten, wie ein D-Zug durch die Lande fährt.

►Die größte Tanzgruppe mit 39 Kindern und Jugendlichen im Mönchengladbach Karneval stellt die KG Schwarz-Gold Odenkirchen. Es war schon eine Kunst, so viele Kinder auf eine so kleine Bühne zu bekommen. Ihren ersten Tanz zeigten sie in Perfektion und auch die Zugabe war ein absoluter Augenschmaus.

 

Vor einigen Monaten hatte Dagmar Gaden die Idee, eine sogenannte Kinder-Traditionsgarde auf die Beine zu stellen. Mit Zustimmung des MKV entstand dann diese Gruppe und zwar handelt es sich um 20 Mariechen aus 11 verschiedenen Gesellschaften. Sie zeigten ihren tollen Tanz, obwohl sie nur paar Mal geübt hatten. Aber dass es auch so geklappt hatte, verdanken sie ihren Trainerinnen Mery, Celina und Laura.

Wie schon im letzten Jahr, gab es für die Kinder in der Halbzeit der Veranstaltung Würstchen und Pommes. Die Überlegung kam daher, dass die Kinder meistens von der Schule aus direkt in ihre Uniformen springen und dann zum Mariechenabend fahren und somit keine Gelegenheit ist, noch etwas zu essen. Das wurde von allen mit Begeisterung aufgenommen.

Nach der Pause erfolgte der Einmarsch der Kinderprinzengarde, Kinderprinz Lukas nebst Hofmarschall Hajo Hering, Prinz Dirk und Prinzessin Martina mit Hofstaat, natürlich allen voran der „kleine“ Hoppeditz Niklas.

Als Gastgeber wurde Franz Meurers von der Volksbank auf die Bühne gebeten, denn ohne deren Unterstützung seit vielen, vielen Jahren wäre dieser Nachmittag nicht möglich gewesen. Er wurde von allen mit einem kräftigen Applaus begrüßt.

Meurers freute sich, so viele Jugendliche zu sehen und fördern zu dürfen. Sein Dank ging auch an den Jugend-MKV, der die Bewirtung übernommen hatte und sprach Dagmar Gaden eine tolle Leaderfunktion aus. Zu den Mariechen gewandt meinte er, dass sie das ganze Jahr trainieren und hier eine tolle Leistung abliefern. Auch bedankte er sich bei den Eltern und Unterstützern, ohne die eine solche Leistung nicht möglich wäre.

Dagmar Gaden wandte sich jetzt an die Prinzenpaare und meinte, dass sie normalerweise zu viert auf der Bühne stehen, aber Lara liegt leider krank zu Bett, was ihr sehr leid tue, denn sie hatte sich auf diesen Tag so gefreut. Zu Lukas meinte sie, dass er als schüchterne Junge angefangen habe und heute mit Lara die Säle wuppt. Sie wünschte den Beiden noch viel Spaß in der letzten Phase.

Prinz Dirk ergriff das Wort und führte aus, dass es ohne die Jugend nicht geht und dies auch nur mit Unterstützung der Eltern möglich ist. Es war ihm ein Anliegen, auch an diesem Nachmittag dort zu sein.

Prinzessin Martina hatte sich auf den Termin gefreut, zusammen mit dem Kinderprinzenpaar auf der Bühne zu stehen, dafür habe sie aber jetzt zwei Prinzen und weiter führte sie aus, wenn Dirk sich nicht schickt, ziehe ich alleine mit Lukas durch die Stadt. Sie fand es toll, dass es eine solche Veranstaltung für Kinder gibt und auch den Jugend-MKV schloss sie in ihre Dankesworte ein.

Für Lukas war es eine Freude hier zu sein, und dann noch als Kinderprinz. Dieser Veranstaltung hat er schon seit vielen Jahren beigewohnt, dann aber immer nur in seiner Garde.

Markus Schmitz mit Franz Meurers

Gert Kartheuser, der Vorsitzende des MKV, bat um einen kräftigen Applaus für die alle Kinder, die hier waren. Viele beneiden uns für die Jugendarbeit, die hier in Mönchengladbach geleistet wird. Es ist immer wichtig die Jugend heranzuziehen, zu hegen und zu pflegen. Er dankte Meurers für die Partnerschaft, denn sonst hätten sie es in der Stadt sehr schwer. Weiter ging sein Dank an Lukas, der so aufgeblüht ist gemäß dem Motto des Gladbacher Karnevals.

Nachdem Lukas das Kinderprinzenpaarlied mit Thea als Ersatz von Lara vorgetragen hatte, überreichte Meurers Geschenke, wie zum Beispiel Gutscheine für Wurfmaterial oder Blumen. Als Überraschung für Lukas und Lara, Dirk und Martina hatte er gemäß dem Motto „Gladbach blüht auf“ noch etwas in petto und zwar eine Fahrt mit dem Heißluftballon über Mönchengladbach. Ebenfalls überraschend war für den Jugend-MKV die Spende über 250,– Euro.

◄Weiter ging es dann mit den Mariechentänzen. Vier Mariechen und ein Solomariechen der KG Rheer Muutzeköpp zeigten, was sie in einem Jahr einstudiert hatten. Nach ihrem Schlachtruf gefragt, kam zuerst „All Rheydt“ und dann auf Intervention der Trainerin der passende mit „Muutze-köpp“.

►Die Wanloer Ströpp waren ebenfalls vertreten. Mit ihrem Teddy als Maskottchen zogen sie auf die Bühne und zeigten in ihren rot-weißen Kostümen Hebefiguren und Spagat.

◄Der Einmarsch der Mennrather Sankhase erfolgte zu einer besonderen Musik mit Tanzeinlagen bis zur Bühne. Normalerweise waren die Minis gemeldet, aber da diese ausfielen, hatten sich die größeren sofort bereit erklärt, einzuspringen. Nach einem phantastischen Tanz zogen sie mit der gleichen Musik wie im Anfang nach draußen.

 

►Die KG Sönnradsbeen Hardt hatte ebenfalls ihre Tanzgruppe entsandt. Es war eine große Gruppe, bei der auch Jungs mittanzten, sogar der Hoppeditz. Zuerst tanzten die etwas kleineren und dann die Großen.

◄Eine große Tanzgruppe der KG Schöpp op trat auf, für die die Bühne bald etwas zu klein gewesen wäre. Auch hier waren die Minis angesagt, aber durch Krankheit konnten sie nicht auftreten. Zwei der Minis waren nicht erkrankt und zeigten jeweils ihren Solotanz. Als Ersatz war dann die Gruppe der älteren Mariechen vertreten und das Solomariechen Jennifer Müller.

►Der Höhepunkt war dann der Auftritt der Tanzgruppe Revolution. Weil sie im letzten Jahr bereits so super angekommen waren, hatte die Volksbank sie auch in diesem Jahr wieder verpflichtet. Zuerst zeigten sie ihren aktuellen Tanz, bei dem Choreografie, Rhythmus und Können perfekt stimmte. Natürlich gab es auch eine Mitmachaktion, bei dem alle im Saal eingebunden wurden, zur Freude aller.

Nachdem die Gutscheine für das Wurfmaterial an die einzelnen Gesellschaft verteilt wurden, gab es das obligatorische Gruppenbild, auf dem alle anwesenden Kinder verewigt wurden.

Für den Einmarsch, den Ausmarsch und die musikalische Untermalung sorgte Rolf Gaden, der dies in Perfektion machte.      (Text: Marlene Katz)