Präzision auf vier Pfoten beim Agility-Turnier an der Krefelder Straße

Es war ein Sonntag, wie ihn sich Veranstalter und Teilnehmer gleichermaßen wünschen: milde Frühlingstemperaturen, ein lebhaftes Publikum und ein sportliches Niveau, das selbst erfahrene Beobachter beeindruckte. Das ARL-Agility-Turnier des Vereins Freundliche Hunde Viersen e.V. hat sich erneut als feste Größe im regionalen Hundesportkalender erwiesen.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen und Martin Häming

Viersen – Bereits am Morgen füllte sich das Gelände an der Krefelder Straße mit Leben. Der Regen der Nacht hatte glücklicherweise den Rasen nicht zu sehr aufgeweicht. Rund 60 Starterinnen und Starter waren mit ihren Hunden angereist; nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch aus weiter entfernten Regionen. Transportboxen wurden ausgeladen, Parcourspläne studiert, letzte Vorbereitungen getroffen. Die gespannte Vorfreude war deutlich zu spüren, zugleich aber auch eine bemerkenswerte Gelassenheit, die den routinierten Ablauf der Veranstaltung widerspiegelte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Diese Routine hatte ihren Ursprung nicht zuletzt in der durchdachten Organisation im Vorfeld. Wie schon bei früheren Turnieren setzte der ausrichtende Verein auf ein bewährtes Anmeldeverfahren per Überweisung. In Kombination mit der verpflichtenden Angabe der ARL-Lizenznummern ermöglichte dies eine effiziente Datenverarbeitung bereits im Vorhinein. Vor Ort führte diese strukturierte Vorbereitung zu einem nahezu reibungslosen Ablauf.

Im Zentrum des Tages stand jedoch der Sport. Auf den anspruchsvoll gestalteten Parcours zeigten die Mensch-Hund-Teams eindrucksvoll, worauf es im Agility ankommt: Geschwindigkeit, Präzision und vor allem das harmonische Zusammenspiel zwischen Hundeführer und Tier. In unterschiedlichen Leistungsklassen traten sowohl Einsteiger als auch erfahrene Teams gegeneinander an. Während die Neulinge mit sichtbarer Konzentration jeden Sprung und jede Wendung meisterten, demonstrierten die routinierten Teilnehmer ein beeindruckendes Maß an Kontrolle und Tempo.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die Läufe waren geprägt von spannenden Momenten: Fehlerfreie Durchgänge wurden ebenso mit Applaus bedacht wie besonders dynamische Sequenzen. Nicht selten entschieden Sekundenbruchteile über die Platzierungen. Doch auch abseits des Parcours entwickelte sich das Gelände zu einem Ort lebendiger Begegnung. Das frühlingshafte Wetter zog zahlreiche Besucher an, die das Geschehen aufmerksam verfolgten oder einfach die Gelegenheit nutzten, sich unter Gleichgesinnten auszutauschen. Am Grillstand bildeten sich immer wieder kleine Gruppen, in denen Erfahrungen diskutiert, Trainingsmethoden verglichen oder schlicht Gespräche geführt wurden, die über den Hundesport hinausgingen.

Am Ende des Tages zog der Verein Freundliche Hunde Viersen e. V. ein durchweg positives Fazit. Die Kombination aus sportlicher Qualität, organisatorischer Sorgfalt und einer offenen, freundlichen Atmosphäre habe das Turnier erneut zu einem Erfolg gemacht. Besonders hervorgehoben wurde dabei das Engagement der zahlreichen Helferinnen und Helfer, ohne deren Einsatz eine Veranstaltung dieser Größenordnung kaum denkbar wäre. Mit Blick auf die Zukunft richtet sich der Fokus bereits auf die Fortsetzung der Turnierserie. Eine Neuauflage des ARL-Agility-Turniers in Viersen ist bereits in Planung. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming