Eigentümerdarlehen zur Immobilienfinanzierung nutzen

Viele Menschen träumen vom Eigenheim. Dieses zu finanzieren, ist oft jedoch eine Herausforderung. Ein Eigentümerdarlehen kann hier Abhilfe schaffen.

Service – Dies ist zu fairen Zinsen abschließbar und kann über unterschiedlich lange Laufzeiten abgeschlossen werden.

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Das ist ein Eigentümerdarlehen

Bei einem Eigentümerdarlehen handelt es sich wohl um die gängigste Form eines Immobilienkredits. Ein solcher Eigentümerkredit ist dafür bekannt, dass die gekaufte Immobilie als Sicherheit in den Kreditbedingungen festgelegt wird. Folgende zwei Eigentümerdarlehen gibt es:

  • Eigentümerdarlehen ohne Eintragung einer Grundschuld
  • Eigentümerdarlehen mit Eintragung einer Grundschuld

Bei einem Eigentümerdarlehen mit eingetragener Grundschuld wird eine entsprechende Eintragung der Bank, die den Kredit gewährt, ins Grundbuch vorgenommen. Natürlich werden die zukünftigen Eigentümer auch ins Grundbuch eingetragen. Die Eintragung der Grundschuld gilt als Sicherheit für den Fall, dass der Kredit zukünftig nicht mehr beglichen werden kann.

Ein Eigentümerdarlehen ohne Eintragung einer Grundschuld kommt seltener vor. Dies kann nur gewährt werden, wenn die Antragsteller ein gehobenes Einkommen lückenlos nachweisen können. Oftmals sind weitere finanzielle Sicherheiten notwendig, z. B. eine geerbte Immobilie, ein weiterer Immobilienbesitz oder die Eintragung eines Bürgen.

So wird ein Eigentümerdarlehen abgeschlossen

Wer ein Eigentümerdarlehen abschließen möchte, sollte sich bei verschiedenen Banken oder Finanzberatern über die möglichen Konditionen informieren. Nicht alle Banken bieten unbedingt gleiche Bedingungen, wie etwa Zinssätze oder Laufzeiten an. Eine Laufzeit der Zinsbindung kann zwischen 5 und 20 Jahren betragen – danach werden die Zinsen für die übrige Summe neu verhandelt.

Wenn zukünftige Immobilienbesitzer sich für eine Bank entschieden haben, müssen dort alle angefordertem Unterlagen eingereicht werden. Das sind meist die letzten drei (oder mehr) Gehaltsabrechnungen, der Nachweis über einen unbefristeten Arbeitsvertrag, ggf. vorhandenes Eigenkapital sowie eine Schufa-Prüfung. Diese wird meist automatisch von der Bank durchgeführt, wenn die Zustimmung erteilt wurde. Nach kurzer Bearbeitungszeit erhalten Kreditinteressenten ein individuelles Kreditangebot: Ein vorab festgelegter Betrag zu einem (für eine bestimmte Zeit) festgelegten Zinssatz. Wenn alle Konditionen passen, kann der Kreditvertrag unterschrieben werden.

Diese Kreditformen gibt es

Es gibt einige weitere Kreditarten, die oft jedoch eher für kleinere Anschaffungen geeignet sind.

  • Ratenkredit, auch Konsumentenkredit: dient für kleinere private Anschaffungen (z. B. Möbel, Technik); fester Betrag samt festgelegter Laufzeit und festen Raten
  • Dispokredit: maximal eingeräumte Überziehung des Kontos; oft sehr flexibel kurzfristig erweiterbar, aber sehr hohe Zinsen
  • Autokredit: oft günstiger als ein normaler Ratenkredit, da speziell für den Kauf eines Autos gedacht (was für die meisten Menschen unbedingt notwendig ist)
  • Klassischer Privatkredit: höhere Summen möglich, bis ca. 75.000 Euro (als Immobilienkredit nur gut geeignet, wenn es viel Eigenkapital gibt)

Privatkredit und Eigentümerdarlehen im Vergleich

Der Hauptunterschied zwischen einem Eigentümerdarlehen und einem Privatkredit liegt in der genehmigungsfähigen Kreditsumme. Ein Eigentümerdarlehen ist auf eine längere Laufzeit ausgelegt. Hier können bei entsprechenden Nachweisen zur Absicherung (und einer Eintragung der Bank ins Grundbuch) problemlos mehrere Hunderttausend Euro aufgenommen werden. Ein Privatkredit wird meist bis maximal 75.000 Euro gewährt.

Die Zinsen von einem Eigentümerdarlehen sind verhältnismäßig niedrig, da eine Immobilie als Absicherung für den Kredit hinterlegt wird. Ein Eigentümerdarlehen ist daher bei den Zinszahlungen günstiger als ein klassischer Privatkredit, bei dem eine feste Summe (beispielsweise für die Anschaffung neuer Möbel) zu einem festen Zinssatz finanziert wird. Beim klassischen Privatkredit ist die maximale Laufzeit häufig auf rund 10 Jahre begrenzt.

Eigentümerdarlehen haben oft deutlich längere Laufzeiten – aufgrund der oftmals hohen aufgenommenen Kreditsumme. In den ersten Jahren werden aufgrund der hohen aufgenommenen Summen oft dennoch sehr viele Zinsen fällig. Bei einem Eigentümerkredit mit Grundschuld kann die Zeit bis zur vollständigen Rückzahlung schon einmal zwischen 30 und 40 Jahren betragen. Dennoch bleibt das Eigentümerdarlehen eine ideale Gelegenheit, um sich ohne viel Eigenkapital und mit Familie ein Eigenheim zu finanzieren – vor allem für alle, die beim Kreditabschluss jung sind. (opm)